Jude Bellingham vor Wechsel zum BVB: Noch ist nicht alles sicher

hzBorussia Dortmund

Borussia Dortmund und Jude Bellingham werden eine gemeinsame Zukunft haben. Höchstwahrscheinlich. Denn noch ist längst nicht alles geklärt.

Dortmund

, 03.07.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für Jude Bellingham ging auch in dieser Woche die Hatz durch die englische 2. Liga weiter. 24 Teams spielen im Unterhaus der Premier League, der 40. (!) Spieltag der „Championship“ brachte dem von Borussia Dortmund umworbenen Super-Talent am Mittwoch eine empfindliche 0:3-Niederlage gegen Huddersfield Town und das Abrutschen auf Tabellenplatz 17.

BVB ist sich mit Bellingham einig – aber nicht mit seinem Klub

Noch ist der Klassenerhalt nicht gesichert, was Bellingham aber im Zweifel egal sein könnte, denn sein Karriere-Weg wird ihn ab dem Sommer (hoffentlich) zu Borussia Dortmund führen. Mit dem Spieler ist der BVB schon seit einiger Zeit klar, mit seinem Klub allerdings entgegen anderslautender Berichte noch lange nicht. Und eine Vollzugsmeldung könnte auch noch auf sich warten lassen.

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Im Werben um den seit Kurzem 17 Jahre alten zentralen Mittelfeldspieler, dem eine große Zukunft prognostiziert und dem eine für sein Alter erstaunliche Reife und Abgeklärtheit am Ball attestiert wird, macht der FC Bayern nach Informationen der Ruhr Nachrichten richtig Druck und ist sozusagen kurz vor Ende der Fahrt noch auf den Zug aufgesprungen.

Jude Bellingham zum BVB: Birmingham City braucht Geld

Verkompliziert wird das Verhandlungsdickicht auch noch durch die Besitzer-Struktur von Bellinghams Klub Birmingham City. Seit 2016 gehören 50,64 Prozent des Klubs der in Hong Kong ansässigen Sport-Holding „Trillion Trophy Asia“ und an deren Spitze Paul Suen. Der Unternehmer gilt als extrem kamerascheu, ist mit einem Abschluss in Betriebswirtschaftslehre aber ausgefuchst genug, um aus einem Transfer des derzeit begehrtesten Nachwuchsspielers in England das maximal mögliche Kapital zu schlagen. Die schwierige finanzielle Situation des Klubs, so viel ist klar, wird der Transfer des besten Spielers auf einen Schlag verbessern.

Viele Interessen sind unter einen Hut zu bringen: die seines Klubs, die seines Vaters, der dem Vernehmen nach dem Werben der Bayern offener als sein Sohn gegenüber steht - und hoffentlich nicht zuletzt die des Spielers selbst. Denn Bellingham hat nach seiner Stippvisite in Dortmund seine Entscheidung augenscheinlich getroffen. Er möchte zur Borussia, deren Vorsprung aber trügerisch scheint und die weiter auf eine Einigung hoffen muss. Dass man am Rheinlanddamm bereit ist, mehr als 20 Millionen Euro zu bezahlen für ein Versprechen auf eine große Karriere, zeugt von der großen Überzeugung, die man auf breiter Ebene in die Fähigkeiten dieses Spielers hat.

Bellingham könnte den Weg zum BVB wie Sancho nehmen

Bis zum 22. Juli, dem letzten Spieltag der „Championship“, muss Bellingham weiter im Samstag-Dienstag-Samstag-Rhythmus ran. Seinen Ausbildungsvertrag mit seinem Klub kann er einseitig kündigen – so wie es vor zwei Jahren Jadon Sancho bei Manchester City gemacht hat. Dann wäre der Weg frei – ziemlich sicher in die deutsche Bundesliga, hoffentlich ins Ruhrgebiet.

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