Borussia Dortmund

Kehl überrascht von Haaland-Aussagen: „BVB drängt ihn überhaupt nicht“

Die kritischen Aussagen von Erling Haaland bleiben das beherrschende Thema in Dortmund. BVB-Lizenzspielleiter Sebastian Kehl zeigte sich überrascht - hofft aber weiterhin auf den Verbleib des Norwegers.
BVB-Lizenzspielleiter Sebastian Kehl zeigte sich überrascht von den kritischen Haaland-Aussagen. © imago / Revierfoto

In der heimischen Selbst-Isolation wegen eines Corona-Falls im direkten Familien-Umfeld wurde auch der künftige Sportdirektor Sebastian Kehl quasi aus dem Nichts mit den Zukunftsaussagen von Erling Haaland konfrontiert. Nach dem 5:1 gegen den SC Freiburg hatte ein Interview Haalands mit dem norwegischen Streaming-Dienst „Viaplay“ hohe Wellen geschlagen. „Überrascht“ sei er von Haalands Aussagen gewesen, gab Kehl zu, der am Sonntag eigentlich als Gast im „Doppelpass“ bei Sport1 eingeladen war und nun per Skype zugeschaltet wurde.

Der BVB wird zeitnah das Gespräch mit Erling Haaland suchen

Kehl warb um Verständnis für den emotionalen Ausbruch des Spielers („Man sollte nicht vergessen, er ist erst 21 Jahre alt und wird seit Monaten quasi jeden Tag mit Fragen zu seiner Zukunft konfrontiert“). Kehl warb allerdings auch um Verständnis für die Position des BVB. „Wir drängen ihn überhaupt nicht, es gab auch in der vergangenen Woche nichts Neues dazu. Aber klar ist ja auch, dass wir als Verein Planungssicherheit brauchen. Ich will nicht im Mai dastehen, wenn er sich dann plötzlich anders entscheidet.“

Man werde in den kommenden Wochen daher das Gespräch mit der Haaland-Seite suchen, bekräftigte der 41-Jährige, „dafür gibt aber keine Deadline und wir haben noch den ein oder anderen Tag Zeit. Aber es ist auch klar, dass wir uns auf verschiedene Szenarien vorbereiten müssen.“

BVB-Torjäger Erling Haaland hat die Vertragszügel in der Hand

Kehl bekräftigte im „Doppelpass“, dass er die Hoffnung auf einen Verbleib des Torjägers nicht aufgegeben habe. „Es gibt auch einige gute Gründe, wir sind und bleiben ambitioniert.“ Dabei ginge es nicht nur um finanzielle Dinge, auch sportlicher Erfolg könne helfen, um den ehrgeizigen und ambitionierten Stürmer von einem weiteren Jahr in Schwarzgelb zu überzeugen.

Auf einen Verkauf des Norwegers aus wirtschaftlichen Gründen sei Borussia Dortmund trotz der schwierigen Corona-Situation nicht angewiesen. „Wir werden uns sehr bemühen, ihm ein besseres Angebot zu unterbreiten.“ Da es die Ausstiegsklausel im Vertrag mit Erling Haaland gebe, „wird es am Ende aber darum gehen, wie er sich entscheidet.“

Der BVB muss zahlreiche personelle Baustellen schließen

Im aktuellen Transferfenster, so Kehl, werde es „keine großen Sprünge“ geben. Auf der Aufnahmeseite erwartet der Lizenzspielleiter keine Bewegung, auf der Abgabeseite allenfalls kleinere Veränderungen. Optimistisch zeigte sich Kehl bei den Verhandlungen mit den Spielern, deren Verträge am Saisonende oder in 18 Monaten auslaufen und die der Klub weiter an sich binden möchte – mit der wohl spannendsten und kniffligsten Personalie Manuel Akanji (Vertrag bis 30. Juni 2023). „Ich bin zuversichtlich, dass wir das umsetzen können, was wir wollen.“

Der neue Lokalsport-Newsletter für Haltern

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Halterner Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.