Kehrtwende bei Rodrigo beeinflusst BVB-Poker um Can

hzBorussia Dortmund

Emre Can will wohl zum BVB wechseln, der muss Platz im Kader und auf der Gehaltsliste schaffen. Ein Stürmer des FC Valencia könnte den Transfer beeinflussen.

Dortmund

, 28.01.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der erste Dominostein im schwierigen Verhandlungspoker um BVB-Wunschkandidat Emre Can schien am Dienstag in Barcelona gefallen zu sein. Am Abend aber wendete sich das Blatt.

Das Handy-Video eines spanischen Fernsehteams zeigte am Nachmittag einen Spieler, der am Flughafen von Barcelona in einen wartenden Wagen stieg, umringt von Kameras und Fußballfans. Bei diesem Spieler soll es sich um den Brasilianer Rodrigo Moreno Machado gehandelt haben, bei den Katalanen nach der schweren Knieverletzung von Luis Suarez der auserkorene Wunschkandidat als Nebenmann für Superstar Lionel Messi.

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Rodrigo, 28, hat beim FC Valencia noch einen Vertrag bis 2022, ist dort aber bei nur vier Pflichtspieltreffern in 23 Partien in dieser Saison nicht mehr unumstritten. Sein Abschied könnte dem Tabellensiebten der spanischen LaLiga den finanziellen Spielraum eröffnen, um eine Rückholaktion von Dortmunds Paco Alcacer zu finanzieren.

Paco Alcacer einig mit Valencia – aber ist da überhaupt Platz für den BVB-Stürmer?

Alcacer, so meldete Cadena Ser, der größte Radiosender in Spanien, sei sich mit seinem alten Klub, für den er von 2011 bis 2016 schon spielte, über eine Wiedervereinigung mittlerweile einig. Und mit einem Transfer des in Dortmund unglücklichen Alcacers hätte wiederum der BVB die finanziellen Möglichkeiten, um im Poker mit Juventus Turin um Emre Can den entscheidenden Vorstoß zu unternehmen.

Am Abend aber die Kehrtwende. Die Verhandlungen mit Rodrigo seien geplatzt, schrieben mehrere spanische Medien übereinstimmend, Barcelona schaue sich nun anderweitig um. Welche Folgen hat das für Alcacer, welche für Emre Can?

Das Poker- und Zeitspiel wird nun auf die Spitze getrieben. Ende der Woche schließt das Winter-Transferfenster, nur bis Freitag, 18 Uhr, können Vereine der deutschen Profiligen noch Spieler aufnehmen. BVB-Sportdirektor Michael Zorc hat betont: „Wir würden uns auch wohlfühlen, wenn nichts mehr passiert. Wir haben eine Top-Mannschaft.“ Wirtschaftlich und sportlich müsse das Paket passen. Es ist das übliche Geplänkel, bei dem Geduld und Nervenstärke gefragt sind. Die Wende bei Rodrigo könnte nun aber auch alle Dortmunder Planspiele beeinflussen.

Möglicher Abgang beim BVB? Jacob Bruun Larsen überlegt

Ob Alcacer nun bleiben muss, blieb am Abend offen, andere Veränderungen bis zum Transferschluss in zwei Tagen könnte es aber geben. Jacob Bruun Larsen ist durch die Verpflichtung Erling Haalands in der Hierarchie der Offensivspieler noch weiter zurückgefallen, der U21-Nationalspieler Dänemarks ist neben Alcacer der wahrscheinlichste Kandidat für eine Veränderung noch in diesem Winter.

Auch Mahmoud Dahoud im zentralen defensiven Mittelfeld muss um seine ohnehin schon geringen Einsatzzeiten kämpfen. Der Deutsch-Syrer hat allerdings unlängst angekündigt, bis zum Sommer noch einen Versuch in Dortmund starten zu wollen.

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