Borussia Dortmund

Kritik an BVB-Kapitän Reus: Zorc kontert Salihamidzic mit deutlichen Worten

Die vorzeitige DFB-Abreise von BVB-Kapitän Marco Reus verwundert Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc kontert mit deutlich Worten.
© imago / Team 2

BVB-Kapitän Marco Reus hatte das WM-Qualifikationsspiel auf Island aufgrund leichter Knieprobleme verpasst und war bereits Anfang dieser Woche nach Dortmund zurückgekehrt. Beim BVB-Sieg in Leverkusen stand der 32-Jährige dann über die komplette Spielzeit auf den Platz.

Salihamidzic übt scharfe Kritik an BVB-Kapitän Reus

Das verwunderte Bayern Münchens Sportvorstand Hasan Salihamidzic: „Das ist nicht meine Sache, aber ich finde das schon verwunderlich, wenn man von der Nationalmannschaft wegfährt und dann ein paar Tage später wieder spielt. Unsere Spieler bleiben und spielen dann trotzdem“, sagte der 44-Jährige bei „Sky 90“.

Bayern-Profi Serge Gnabry habe trotz Rückenproblemen gegen Island gespielt, beim 4:1 in Leipzig sei die Verletzung dann erneut aufgebrochen. Die Situation mit Reus ärgere ihn „schon ein bisschen“, räumte Salihamidzic auf Nachfrage ein – und stichelte weiter gegen den BVB-Kapitän, der nach seinem EM-Verzicht unter dem neuen Bundestrainer Hansi Flick als Führungsspieler vorangehen will. „Führungsrolle? Wie soll das gehen? Da stehst du jede Minute auf dem Platz“, sagte Salihamidzic. Versöhnlich fügte er aber auch hinzu: „Marco Reus ist ein guter Spieler, keine Frage.“

BVB-Sportdirektor Michael Zorc über Hasan Salihamidzic: „Soll seine Klappe halten“

In Dortmund reagierte man verärgert auf diese Aussagen. Sportdirektor Michael Zorc konterte auf Anfrage der Ruhr Nachrichten mit deutlichen Worten: „Salihamidzic sollte sich zu Themen von Bayern München äußern und zu uns betreffenden Themen seine Klappe halten. Was glaubt er eigentlich, wer er ist?!“

Hinzu kommt: Auch FCB-Spieler Thomas Müller hatte das DFB-Quartier in Stuttgart aufgrund muskulärer Probleme vorzeitig verlassen – und stand gegen Leipzig 75 Minuten lang auf dem Platz. Eine gewisse Doppelmoral ist kaum zu leugnen. Ganz zu schweigen von Ex-Bayern-Spieler Bastian Schweinsteiger, der in seiner Karriere unzählige Länderspiele aufgrund kleinerer Verletzungen abgesagt hatte.

Mit dpa-Material

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