Laurent Koscielny zum BVB? Das sagen unsere Experten

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In der Gerüchteküche brodelt es rund um den BVB - wie in jedem Sommer. Aktuell geht es um Verteidiger Laurent Koscielny. Wir erklären, wo das Gerücht herkommt und bewerten, was dran ist.

Dortmund

, 13.06.2019, 15:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie lautet das Gerücht?

Der frühere französische Nationalspieler Laurent Koscielny vom FC Arsenal soll bei Borussia Dortmund auf dem Einkaufszettel stehen. Die „Bild“ berichtet über ein „ernsthaftes Interesse“ des BVB am 33-jährigen Innenverteidiger.

Was zeichnet den Spieler aus?

Laurent Koscielny flog lange unter dem Radar der internationalen Scouts, bis Arsene Wenger ihn vor acht Jahren beim FC Lorient in Frankreich entdeckte und als 25-Jährigen in die Premier League holte. Koscielny wusste alle Kritiker zu überzeugen dank seiner Zweikampfstärke am Boden, seiner Grundschnelligkeit und seiner Qualität, viele Bälle zu erobern.

Er zählte einige Jahre zu den besten Innenverteidigern in England und brachte es auf 51 Länderspiele für Frankreich (im Oktober 2018 trat er aus dem Nationalteam zurück, weil er sich von Trainer Didier Deschamps ausgebootet fühlte) . Der 1,86 Meter große Koscielny hat sich physisch bei Arsenal gut entwickelt und ist erprobt im Duell mit den stärksten Stürmern der Gegenwart.

Was sagt unser BVB-Experte Sascha Klaverkamp?

Die große Erfahrung Koscielnys könnte dem BVB gut tun, denn in der abgelaufenen Saison zeigte sich die Dortmunder Abwehrkette nicht immer sattelfest, zeigte sich nervös gerade in den Phasen nach Gegentoren oder wackelte bei defensiven Standards teils bedenklich.

Zudem wäre der Franzose vergleichsweise günstig zu haben - für rund 10 Millionen Euro Ablöse. Er kann zudem als Außenverteidiger eingesetzt werden. Trotzdem ist ein Transfer nach Dortmund unwahrscheinlich. Denn im September wird er bereits 34 Jahre alt, er ist zudem sehr verletzungsanfällig. Zudem käme er sicher nicht in die Bundesliga, um dort als Ersatzspieler seine Zeit zu fristen, somit müsste der BVB einen seiner jungen Verteidiger ausbremsen, um Koscielny einen Platz zu verschaffen.

Das richtige Signal für die Entwicklung der Mannschaft wäre das nicht. Was noch gegen ein Wechsel spricht: Der BVB hat derzeit mindestens acht Spieler zuviel im Kader und muss erst einmal einige Abgänge realisieren - denn das Gehaltsbudget ist nicht grenzenlos. - Unsere Gerüchtecheck-Ampel:

Laurent Koscielny zum BVB? Das sagen unsere Experten

Rot = der Wahrheitsgehalt des Gerüchts äußerst gering; gelb = es ist nicht ausgeschlossen, dass an dem Gerücht etwas Wahres dran ist; grün = ein Transfer ist gut möglich.

Was bedeutet das für den BVB?

Finanziell wäre das Paket Koscielny für den BVB stemmbar. Womöglich bleibt der Franzose noch auf dem Schirm der Borussia, falls sie personell noch reagieren muss - sollte Verteidiger Ömer Toprak (29) den Klub verlassen.

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