Der wichtigste Transfer dieses BVB-Sommers: Trainer Marco Rose. © Groeger
Meinung

Markt der begrenzten Möglichkeiten: Rose als wichtigster BVB-Transfer

Für den BVB endet ein Transfermarkt der begrenzten Möglichkeiten mit einer nur punktuell verstärkten Mannschaft. Den wichtigsten Neuzugang hat Dortmund bereits vor Monaten an Land gezogen.

Auf Marco Rose, für fünf Millionen Euro aus Gladbach abgeworben, ruhen die größten Hoffnungen. Der Trainer soll mit mutigem, attackierenden Offensivfußball für schwarzgelbe Glücksgefühl sorgen. Mit einem neuen Geist, im Team und auf dem Feld. Intern wird der Coach gelobt. Nun muss er sein immer noch erlesenes Ensemble zu einer Gewinnergruppe formen.

Gregor Kobel sorgt beim BVB für einen Qualitätssprung

Verloren hat der BVB neben dem tadellosen Thomas Delaney vor allem Jadon Sancho und damit nicht nur einen Ausnahmekicker, sondern auch verlässlich 40 Scorerpunkte pro Saison. 30-Millionen-Mann Donyell Malen, etwas überteuert eingekauft, wird diese Quote nicht ad hoc stemmen können. Er bekommt Zeit. Aus dem Stand sorgt Torhüter Gregor Kobel für einen Qualitätssprung zwischen den Pfosten. Bestätigt er die ersten Eindrücke und entwickelt sich weiter, hat die Borussia nach langen Jahren des Zauderns endlich einen kompletten Schlussmann.

Pragmatisch wirkt die Leihe-Lösung mit Marin Pongracic: eine Soforthilfe, vertraut mit dem Trainer und begierig, sich für ein längeres Engagement zu bewerben. Bei den geplatzten Transferknallern wie Diogo Dalot oder Callum Hudson-Odoi, die wohl gerne angeheuert hätten, kam Manager Michael Zorc nicht zum Zug. Ärgerlich. Es braucht immer einen Verkäufer.

Konfliktträchtige Konstellation bei BVB-Torhüter Roman Bürki

Das wäre der BVB gerne bei Reservisten wie Roman Bürki, Marius Wolf oder Nico Schulz gewesen. Für sie gab keinen Markt. Bei Bürki, nunmehr einer der teuersten dritten Torhüter überhaupt, ist die Konstellation konfliktträchtig. Das hätte man mit weitsichtiger Planung bereits vor einem Jahr bei dessen Vertragsverlängerung bis 2023 vermeiden können.

Bilanziell hat der BVB ein Plus erwirtschaftet. Hier siegte die Vernunft, trotz vorhandener Liquidität. Stars hin oder her: Mit den fremdfinanzierten Klubs aus Paris, London und Manchester kann und will sich die Borussia nur auf dem Rasen messen. Gut so!

Über den Autor
BVB-Redaktion
Jahrgang 1980, liebt Sport und lebt (meistens) sportlich. Erste journalistische Gehversuche mit 15. Einser-Diplom in Sportwissenschaft an der Universität Hamburg (2006). Heinz-Kühn-Stipendiat. Seit 2007 bei Lensing Media tätig. Seit 2012 BVB-Reporter.
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