Michael Zorc spart 1,6 Millionen Euro

Sparkurs

DONAUESCHINGEN Am Samstag vermeldeten die Saudis von Al-Hilal die Vertragsunterschrift des Ex-Borussen Young-Pyo Lee (32) unter einen Einjahresvertrag bis zum 30. Juni 2010. Durch Lees Wechsel und den von Giovanni Federico (29) zu Arminia Bielefeld am vergangenen Freitag spart Borussia Dortmund pro Jahr rund 1,6 Millionen Euro an Gehalt.

von Von Dirk Krampe

, 13.07.2009, 06:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Weiteres Sparpotenzial ergäbe sich nur durch Transfers. 26 Spieler gehören derzeit dem Profi-Kader fest an – eine stattliche Zahl, bedenkt man, dass der BVB in dieser Saison im internationalen Geschäft nicht gefordert ist und nur mit zwei Wettbewerben (Bundesliga, DFB-Pokal) planen kann. Vor allem im Mittelfeld, wo sich acht Spieler um vier Positionen balgen, ist das Angebot größer als der Bedarf. „Bei entsprechenden Angeboten“, hat Trainer Jürgen Klopp mehrfach betont, „werden wir anfangen nachzudenken“. Diese gibt es laut Watzke aktuell allerdings nicht. Weitere Einnahmen kann der BVB „vor allem durch sportlichen Erfolg“, so Watzke, erzielen: „Wenn wir in der Bundesliga erfolgreich sind und im DFB-Pokal weit kommen“. Wie im Vorjahr steht der Pokalwettbewerb lediglich mit rund 227 000 Euro im Etatansatz. Watzke: „Wir planen defensiv mit dem Erreichen der 2. Runde, alles andere ist Zubrot.“ In Donaueschingen hat es derweil eine erste Gesprächsrunde mit Geschäftsführer Watzke und Sportdirektor Michael Zorc über eine mögliche Verlängerung des noch bis 2010 laufenden Vertrags von Zorc gegeben. „Es war ein positives Orientierungsgespräch“, bestätigte Watzke gestern. Ein weiteres soll in den nächsten Tagen folgen.

Zusammengesessen haben Zorc und Watzke in jeweils Vier-Augen-Gesprächen auch mit Angreifer Alex Frei. Das Dauerthema „Vertragsverlängerung“ sieht der Schweizer nun gelassener. Frei sagt: „Das waren wichtige Gespräche. Watzke und Zorc haben mir erklärt, warum mein Vertrag im Moment nicht verlängert wird. Ich verstehe die Position des Vereins. Damit habe ich überhaupt kein Problem.“ Zu den ständigen Spekulationen um seine Person meint er: „Wenn ich mit fast 30 und nach vier schweren Operationen noch so im Gespräch bin, spricht das für die Leistung, die ich bringe.“ 

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