Mit Fotos - So macht der BVB den Signal Iduna Park fit für die Saison 2019/2020

hzBaustelle im BVB-Wohnzimmer

Im Wohnzimmer Borussia Dortmunds herrscht gerade Hochbetrieb. Zwischen fünf und sieben Millionen Euro investiert der BVB in mehrere Baustellen. Wir zeigen, welche das sind.

Dortmund

, 05.07.2019 / Lesedauer: 2 min

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So macht der BVB den Signal Iduna Park fit für die Saison 2019/2020

Sommerpause. Endlich Zeit zum Durchschnaufen. Eigentlich. Aber im Wohnzimmer Borussia Dortmunds herrscht gerade Hochbetrieb. Denn die rund zehn Wochen zwischen den zwei Spielzeiten nutzt der Klub intensiv, um den Signal Iduna Park zukunftsfit zu machen. Zwischen fünf und sieben Millionen Euro investiert der Fußball-Bundesligist in mehrere Baustellen.
04.07.2019
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Die rund zehn Wochen zwischen den zwei Spielzeiten nutzt der BVB intensiv, um den Signal Iduna Park zukunftsfit zu machen. © Groeger
„Einige Neuerungen werden den Stadionbesuchern gar nicht automatisch auffallen“, sagt Dr. Christian Hockenjos (56), Borussias Direktor für Organisation, und zeigt beim Rundgang durchs Stadion hinauf unters Dach.© Groeger
Dort, wo vor wenigen Tagen noch die alten Flutlichter hingen, sind jetzt 240 neue LED-Leuchten verschraubt. „Die alte Flutlichtanlage hat die Helligkeitsanforderungen nicht mehr erfüllt, mit der LED-Technik erreichen wir die DFL-Norm und die Vorgaben der Uefa für die Euro 2024“, erklärt Hockenjos. Derzeit wird die neue Anlage verkabelt, laut Bauplan soll sie am 27. Juli fertiggestellt sein.

© Groeger
Die LED-Lampen bieten nicht nur mehr Helligkeit, sie verbrauchen auch weniger Energie und halten deutlich länger als die hier im Bild dargestellten klassischen Leuchtmittel. Und: LED-Licht ist auf Knopfdruck einsatzbereit, das alte Flutlicht benötigte 40 Sekunden Vorlauf, um hochzufahren. 1,3 Millionen Euro gibt der BVB dafür aus. © imago/Team 2
Der größte Batzen, rund zwei Millionen Euro, fließt im Sommer allerdings in ein anderes Projekt: Der Oberrang des Stadions erhält LED-Werbebanden, sie erweitern die Vermarktungsmöglichkeiten im Stadion. © Groeger
Statt der klassischen Werbebande können so wechselnde Werbepartner oder Animationen über die Bande laufen. Zudem müssen bei Spielen in der Champions League die Werbebanden des BVB nicht mehr mühselig durch die Werbebanden der Uefa ersetzt werden. Das geht künftig per Computerklick.© Groeger
Auch auf der Südtribüne wird gewerkelt. Wegen angepasster Vorschriften muss die Borussia aus Sicherheitsgründen dort 52 zusätzliche Wellenbrecher installieren. Kostenpunkt: 100.000 Euro. „Dadurch geht uns aber kein einzelner Platz für Fans auf der Süd verloren“, betont Christian Hockenjos, der bereits seit 24 Jahren für die Borussia arbeitet. © Groeger
Fans, die im Stadion eine medizinische Betreuung benötigen, erhalten eine neue Anlaufstelle. Nahe der Nordwestecke ist der neue, 140.000 Euro teure Sanitätsraum für die Helfer des DRK so gut wie fertig. Zum Supercup gegen den FC Bayern am 3. August wird er einsatzbereit sein.© Groeger
Dann wird auch das neue Spielfeld fertig sein. „Wir haben den alten Rasen abschälen lassen und neu eingesät“, sagt Hockenjos. Die extreme Hitze der jüngsten Wochen habe das Wachstum der Halme zwar gebremst, aber die Grünpfleger des BVB arbeiten unter Hochdruck daran, ihre Spitzenposition auch im neuen Jahr zu verteidigen: Seit Jahren liegt im Signal Iduna Park der Hybrid-Rasen, ein Gemisch aus Naturhalmen und Kunstfasern, deutschlandweit unter den Top drei. Gewählt stets von den Spielern der Bundesliga. © Groeger
Damit die Spieler nicht nur auf dem Rasen optimale Bedingungen vorfinden, sondern auch vor oder nach ihrer Einwechslung bequem und im Winter beheizt am Spielfeldrand sitzen können, installiert der BVB in Kürze neue Ersatzbänke. © Groeger
Direkt neben dem neuen Rasen schließen Bauarbeiter vor der Osttribüne mit Baggern gerade die oberste Schotterschicht. Sie haben ein Leck in der Rasenheizung nicht nur geflickt, sondern gleich eine 100 Meter lange neue Leitung in den Boden gebracht. Mit 150.000 Euro schlägt diese Maßnahme zu Buche. © Groeger
Schwindelfreie Handwerker und bis zu 65 Meter hohe Gerüste waren nötig, um den markanten Pylonen außen an der Nord- und der Ost-Seite des Signal Iduna Parks zu Leibe zu rücken. „Die Kontrolle und Instandhaltung tragender Bauteile sind notwendig, hier besonders, weil die Pylone der Witterung ausgesetzt sind“, erklärt Hockenjos. 600.000 Euro kostet die fachgerechte Überprüfung und Sanierung. © Groeger
Borussia Dortmunds Geschichte wird bald in neuem Glanz erstrahlen: Für rund 1,5 Millionen Euro baut der Verein das vereinseigene Borusseum neu. Seit dem 3. Juni ist die Ausstellung geschlossen. Die Wiedereröffnung soll am 19. Dezember 2019 stattfinden.© Groeger
In Planung ist auch der Ausbau einer Lagerstätte für alle möglichen Utensilien, die für den Stadionbetrieb benötigt werden. Darunter fällt zum Beispiel die spezielle Rasenbeleuchtung, die das Wachstum beschleunigen soll. Eine Fläche hinter der Südtribüne wird dafür gerade sondiert, bis zu zwei MiIlionen Euro könnte dort die Maßnahme verschlingen. Viel Geld. Aber: „Wir wollen unsere Immobilie sicherheits- und komforttechnisch auf dem Top-Level halten“, sagt Christian Hockenjos, „und trotzdem soll das Stadion authentisch bleiben.“
© imago
Der BVB hat zudem einige WC-Räume, die Brandmeldeanlage und Teile der Beschallungsanlage im Stadion modernisiert. © Groeger

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