Da-Axel Zagadou feiert am Samstag nach monatelanger Verletzungspause sein Comeback. © imago / Kirchner-Media
Borussia Dortmund

Mit französischer Unterstützung: Zagadou-Leidenszeit endet mit BVB-U23 in Berlin

Für Dan-Axel Zagadou ist es das Ende einer schier endlosen Leidenszeit. Bei der BVB-U23 wird der Abwehrspieler sein Comeback nach langer Verletzungspause geben - mit französischer Unterstützung.

Zwischen Berlin und Berlin liegen sieben Monate. Eine gefühlte Ewigkeit. Und zwei Ligen. Mehr als ein halbes Jahr nach seiner Knieverletzung aus der Partie gegen Hertha BSC im März darf BVB-Verteidiger Dan-Axel Zagadou (22) am Samstag auf sein Comeback auf dem grünen Rasen hoffen. Auch die eine Stunde Spielzeit, die der Franzose in der 3. Liga mit der U23 der Borussia bei Viktoria Berlin sammeln soll, dürfte „Daxo“ wie eine Ewigkeit vorkommen, auf die er elendig warten musste. Ein Anfang vom Ende.

Bedrückende 338 Fehltage hat Zagadou in der Spielzeit 2020/21 angesammelt, in dieser Saison stand er noch gar nicht auf dem Feld. Immer wieder machte dem baumlangen Abwehrmann mit der ähnlich langen Verletzungshistorie sein Körper einen Strich durch die Rechnung. „Ich will und ich werde endlich mal gesund bleiben“, sagte er im Winter 2019 trotzig, als er wieder einmal am Comeback feilte.

Doch seine Geduld und Bärenruhe, die ihn auf dem Spielfeld auszeichnet und zu einem Liebling des Publikums macht, wurde auf eine harte Probe gestellt. Weil alle konservativen Behandlungsformen keinen nachhaltigen Erfolg brachten, legte sich Zagadou im Frühjahr unters Messer. Die Operation sollte auch einen Schnitt unter seine persönliche Misere machen.

BVB-Trainer Marco Rose freut sich auf die Zagadou-Rückkehr

Seit Anfang des Monats macht der französische Patient das volle Trainingsprogramm mit. „Wir wünschen uns, dass er stabil bleibt und jede Einheit für sich auch genießt. Dass er sich die Fußballfitness jetzt über die Einheiten holt und dass er dann irgendwann für uns auch eine Option werden kann“, sagte sein Trainer Marco Rose vor zwei Wochen. Seine ersten direkten Eindrücke vom Defensivmann aus Paris seien vielversprechend gewesen, Rose sehnt den einsatzbereiten Zagadou herbei. „Auf den Tag freue ich mich sehr, denn alles, was ich bisher sehe, finde ich richtig gut.“

Beim Champions-League-Spiel in Amsterdam zählte Zagadou erstmals wieder zum Profikader, in der 3. Liga soll er jetzt – etwas abgeschirmt von euphorischen Fans und dem maximalen Druck – die ersten Schritte im Wettkampfmodus machen. Es wird Zeit. Schließlich läuft auch das Arbeitspapier des Innenverteidigers im nächsten Juni aus. An der betont hohen Wertschätzung der BVB-Bosse hat sich nichts geändert. Aber ein Spieler im Kader, der tragisch selten eingesetzt werden kann, hilft nicht weiter.

Coulibaly könnte in Berlin sein Debüt für den BVB geben

Für Zagadous Ablenkung in der Reha sorgte in den vergangenen Monaten Soumaila Coulibaly (18). Der französische Innenverteidiger kam nach seinem Kreuzbandriss verletzt aus Paris in Dortmund an. Trotz der Blessur hielt der BVB an der Verpflichtung fest. Mit viermonatigem Verzug könnte Coulibaly sein Debüt in Berlin feiern. „Er ist so weit, dass wir ihn zeitnah mal in der U23 bringen können“, erklärte Rose. Was er vom jungen Abwehrmann gesehen habe, „gute Physis, guter Fußballer“, mache ihn „gespannt, wo die Reise hingeht“. Erstmal nach Berlin.

Über den Autor
BVB-Redaktion
Jahrgang 1980, liebt Sport und lebt (meistens) sportlich. Erste journalistische Gehversuche mit 15. Einser-Diplom in Sportwissenschaft an der Universität Hamburg (2006). Heinz-Kühn-Stipendiat. Seit 2007 bei Lensing Media tätig. Seit 2012 BVB-Reporter.
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