Ömer Toprak zu Werder Bremen? Das sagen unsere BVB-Reporter

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In der Gerüchteküche brodelt es. Aktuell im Fokus: Ömer Toprak, der bei Werder Bremen auf dem Zettel stehen soll. Wir erklären, wo das Gerücht herkommt und bewerten, was dran ist.

Dortmund

, 06.08.2019, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie lautet das Gerücht?

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Der italienische Transferexperte Gianluca di Marzio berichtete am Montag von einem ernsthaften Interesse des italienischen Erstligisten Sassuolo Calcio an Ömer Toprak. Am Dienstag meldete der Kicker, dass auch Werder Bremen in den Poker um den BVB-Abwehrspieler eingestiegen sei.


Was zeichnet den Spieler aus?

Toprak bietet Zuverlässigkeit und Erfahrung. Attribute, die dem BVB im vergangenen Jahr im Titelendspurt gut getan hätten. Damals setzte Lucien Favre nicht auf den groß gewachsenen Innenverteidiger, der nach der Verpflichtung von Mats Hummels und dem Überangebot an Abwehrspielern als erster Wechselkandidat galt. Toprak jedoch blieb - und meldete sich beim Supercup eindrucksvoll zurück, als er mit einem starken Auftritt den angeschlagenen Mats Hummels ersetzte.

Ömer Toprak zu Werder Bremen? Das sagen unsere BVB-Reporter

Beim Supercup gegen den FC Bayern stand Ömer Toprak in der Startelf des BVB. © imago

Was sagt unser BVB-Reporter Dirk Krampe?

Toprak hat zu Beginn der Vorbereitung klar formuliert, dass er sich in Dortmund durchbeißen möchte. „Dass ich kämpfen kann, habe ich in den vergangenen zehn Jahren oft genug bewiesen“, sagte er Ende Juni in einem Interview. Nun aber ist offenbar ein Umdenken erfolgt.

Informationen dieser Redaktion decken sich mit dem Bericht des Kicker über ein reges Interesse der Werderaner, die im Abwehrbereich auch mehr Tiefe im Kader brauchen und nach dem gescheiterten Versuch, Benjamin Henrichs für die Außenposition zu bekommen, nun taktisch umgeschwenkt sind.

Werder möchte Toprak fest verpflichten, nicht die fünf Millionen Euro Ablöse sind dabei das Problem, sondern das Dortmunder Gehalt des 30-Jährigen, der beim BVB rund fünf Millionen Euro verdienen soll. In Bremen wäre es maximal die Hälfte - auf diesen Gehaltsverzicht soll der Spieler nach Informationen dieser Redaktion aber bereit sein und sich bereits für Werder entschieden haben.

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Die Frage, ob sich Borussia Dortmund nach dem Wechsel von Abdou Diallo zu Paris St. Germain eine weitere Schwächung auf der Position überhaupt leisten kann, hat der BVB offenbar mit „Ja“ entschieden. Hinter den gesetzten Manuel Akanji und Mats Hummels würde dann Dan-Axel Zagadou zur Nummer drei aufrücken. Ein Spieler, der noch in der Entwicklung ist und eine enttäuschende Rückrunde mit Verletzungs- und Formproblemen hinter sich hat.

Noch vor dem gänzlich unerfahrenen Leonardo Balerdi wäre dann Julian Weigl die Nummer vier auf der Position – eine Aushilfskraft, die aber auf der Position durchaus überzeugen konnte.

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Weigl hatte Favre allerdings eigentlich auf seine angestammte Position zurückbeordert, zudem stand lange ein Abschied des Sechsers im Raum. Dass sich Weigls Wechselpläne nicht realisieren ließen, scheint Favre nun zum Umdenken gebracht zu haben – und beeinflusst auch Topraks Chancen auf Einsatzzeiten in Dortmund.

Der Wechsel bahnt sich an, die Gespräche sind nach unseren Informationen weit fortgeschritten. Toprak nahm am Mittwoch allerdings noch ganz normal am Training in Dortmund teil.


Unser Fazit:

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