Kann der BVB auch am Mittwochabend gegen Manchester City jubeln? © dpa
Meinung

Pro und Contra: Gelingt dem BVB die Überraschung gegen ManCity?

Borussia Dortmund will das eigentlich unbesiegbar scheinende Manchester City in die Knie zwingen. Gelingt dem BVB erneut eine magische Nacht in der Champions League? Unser Pro und Contra.

Borussia Dortmund bittet am Mittwochabend (21 Uhr, live bei Sky) Manchester City in der Champions League zum Tanz. Es geht um den Einzug ins Halbfinale. Auf dem Papier ist der BVB der klare Außenseiter, nach der knappen 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel allerdings gewiss nicht chancenlos gegen das Team von Trainer Pep Guardiola. Wir diskutieren: Gelingt dem BVB die Überraschung gegen Manchester City?

Pro: Ja, das wird eine magische Nacht in Dortmund! (Tobias Jöhren)

Können Sie es hören? „Lewandowski jetzt. Mit der Flanke in die Mitte. Die kommt nicht schlecht. Schieber! Reus! Reus in die Mitte! Nun mach‘ ihn rein! Tor! Tor! Tor! Tor! Tor! Tor! Toooor! Toooor! Toooor! Toooor für Borussia Dortmund! 3:2! Hier rasten alle aus! Der ganze BVB ist aufm Rasen! Ich pack‘ es ja nicht! Ich pack‘ es nicht! 3:2! Ich weiß gar nicht, wer es gemacht hat.“

„Wer hat das Tor gemacht?“

„Das ist sowas von scheißegal gerade! Ich glaube, es war Reus. Ich weiß es nicht!“

„Santana?“

„Sag‘ es mir. Warte, die Zeitlupe kommt.“

„Wer hat das Tor geschossen?“

„Warte kurz, warte kurz! Ich sag‘ es dir. Reus kommt, dann mit dem Schuss in die Mitte. Santana oder Schieber? Wer war‘s denn jetzt? Es war: Santana! FELIPE SANTANA! Macht das 3:2. Freunde! Ist das geil!“

Ein geschossenes Tor auf einem Fußballplatz kann viel verändern. Ein Spiel. Die Menschen. Es kann Emotionen ausbrechen lassen wie den La Soufrière vor ein paar Tagen auf der Karibikinsel St. Vincent.

Ein BVB-Tor gegen Manchester City kann alles verändern

Vor acht Jahren und vier Tagen brach das Dortmunder Stadion aus wie ein Vulkan. Felipe Santanas Tor in der Nachspielzeit gegen den FC Malaga veränderte alles, als schon alles verloren schien. Der BVB zog ins Halbfinale der Champions League ein, später dann weiter bis ins Finale. Am Mittwoch winkt mal wieder ein Halbfinale in der Königsklasse. Und ein Tor von Borussia Dortmund kann alles verändern. Können Sie es hören?

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Contra: Nein, es fehlt der Glaube an ein Malaga 2.0 (Sascha Klaverkamp)

Dieses Video schüttet die volle Ladung schwarzgelber Ekstase aus. Was war das für ein irrer Fußballkrimi. BVB gegen Malaga. 3:2 in der Nachspielzeit, der nie aufsteckenden Borussia gelingt der Sprung ins Halbfinale der Champions League. Acht Jahre ist das jetzt her, und in diesen Tagen macht das Video der mitreißenden Malaga-Schlussphase natürlich die Runde unter den Fans.

Macht‘s noch einmal, Jungs! So möchte man es der aktuellen Dortmunder Elf zurufen. Und ich würde es mir auch wünschen, dass der Borussia erneut eine solche Sternstunde am Mittwoch gegen Manchester City gelingt. Aber ich gebe zu: Mir fehlt der Glaube an ein „Malaga 2.0“. Der BVB wird die Sensation nicht packen – aus mehreren Gründen: City ist mindestens drei Nummern größer als es der FC Malaga war. Und der BVB hat das Hinspiel in Manchester – starke Leistung hin oder her – mit 1:2 verloren. Er muss im Rückspiel also attackieren. Diesmal, anders als einst gegen Malaga, ohne die Schubkraft von 60.000 lautstarken Borussen auf den Rängen.

BVB hat kaum Chancen: Der Fokus von ManCity liegt auf diesem Spiel

Und da wäre ja noch die Weltklasse in den himmelblauen Trikots, die nur darauf wartet, ihr enormes Tempo bei Kontern und im Pressing einzubringen. Schwer vorstellbar, dass City noch einmal so schwach wie im Hinspiel daherkommt: De Bruyne, Gündogan, Walker, Dias, Foden, Mahrez, Rodrigo – sie alle wurden in der Liga geschont, um frisch zu sein für den BVB. Citys Fokus liegt auf diesem Spiel.

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BVB-Redaktion
Tobias Jöhren, Jahrgang 1986, hat an der Deutschen Sporthochschule in Köln studiert. Seit 2013 ist er Mitglied der Sportredaktion von Lensing Media – und findet trotz seines Berufes, dass Fußball nur die schönste Nebensache der Welt ist.
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Sportredaktion Dortmund
Sascha Klaverkamp, Jahrgang 1975, lebt im und liebt das Münsterland. Der Familienvater beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit der Sportberichterstattung. Einer seiner journalistischen Schwerpunkte ist Borussia Dortmund.
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