Pro und Contra: Ist der BVB bereit für eine meisterliche Aufholjagd?

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Borussia Dortmund startet am Samstag in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga. Wir diskutieren: Ist der BVB bereit für eine meisterliche Aufholjagd?

Dortmund

, 14.01.2020, 06:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sieben Punkte trennen Borussia Dortmund auf Tabellenplatz vier zur Bundesliga-Halbzeit von Spitzenreiter RB Leipzig. Trotzdem hält der BVB an seinem Saisonziel fest. Im Mai soll die Meisterschale zum neunten Mal in den Dortmunder Himmel gestemmt werden. Am Samstag in Augsburg beginnt für Schwarzgelb die Mission Aufholjagd. Wir diskutieren: Ist der BVB bereit für eine meisterliche Aufholjagd?

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Pro: Breite Brust zeigen (Von Sascha Klaverkamp)

Warum verzweifeln? Warum befürchten, dass es nicht reichen wird? Was der BVB jetzt braucht, ist der uneingeschränkte Glaube daran, es noch packen zu können. Die Bayern haben es dem BVB doch in der Vorsaison so schmerzhaft vorgemacht: Mit Mut und Entschlossenheit kann der ersehnte Griff zur Meisterschale noch gelingen. Und es gibt genügend Gründe, dass die Borussen mit breiter Brust in der Rückrunde attackieren können.

„Jedes Bundesliga-Spiel besitzt nun Finalcharakter“

Vor allem, weil sie attackieren müssen. Es hilft jetzt kein Taktieren mehr, es gibt keine Alibis mehr. Jedes Bundesliga-Spiel besitzt nun Finalcharakter - dieser positive Druck wird helfen, die Sinne zu schärfen, wach zu bleiben, in jede Partie alles reinzuwerfen. Und die Rolle des Jägers ist doch eine sehr angenehme.

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Warum? Die Borussia kann den Rivalen im Titelkampf richtig Dampf machen, kann sie vor sich hertreiben, der BVB hat im Grunde nichts mehr zu verlieren – und kann beherzt drauflosstürmen.

Erling Haaland schenkt neue Hoffnung

Dank des neuen Angreifers Erling Haaland gibt es zudem eine neue Option im Dortmunder Angriff, die Schwarzgelben werden noch variabler. Noch gefährlicher. Der Transfer hat darüber hinaus geholfen, im Klubumfeld eine positive Stimmung zu erzeugen, noch einmal alle Kräfte zu bündeln für das große Ziel.

Trainer Lucien Favre wirkt plötzlich kampfeslustig, die Klubspitze rückt von ihrem Ziel keinen Millimeter ab. Warum sollte sie auch? Gelingt der Borussia gegen Augsburg, Köln und Union der perfekte Start, dann ist sie ruckzuck wieder im Rennen. Leipzig und Bayern sind gewiss nicht unverwundbar.

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Contra: Zu viel Sand im Getriebe (Von Tobias Jöhren)

Sieben Punkte Rückstand auf RB Leipzig, fünf auf Borussia Mönchengladbach, drei auf Bayern München: Die Hypothek, mit der Borussia Dortmund in die Rückrunde startet, ist gewiss nicht unstemmbar, aber sie ist auch nicht wegzudiskutieren. Der BVB hat in der Hinrunde mehr Geschenke verteilt als das Christkind an Heiligabend – und ist nun „hinten dran“, wie Sportdirektor Michael Zorc es formuliert.

„Die Inkonstanz war die einzige Konstante der BVB-Hinrunde“

Die gute Nachricht aus Dortmunder Sicht ist, dass der BVB so viel Qualität in den eigenen Reihen besitzt, dass eine Siegesserie, die es zweifelsohne brauchen wird, um den Traum von der Meisterschale wahr werden zu lassen, jederzeit möglich erscheint. Die schlechte Nachricht ist, dass es bei der Borussia durchaus Baustellen gibt, die Zweifel an einer solchen Serie schüren.

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Da ist zum Beispiel die Tatsache, dass die Inkonstanz die einzige Konstante der BVB-Hinrunde war. Da ist die Tatsache, dass fahrlässige Verhaltensmuster - insbesondere in der Defensive - meistens dann zurückkehrten, als sie eigentlich beseitigt schienen. Und da ist die Tatsache, dass der BVB die kurze Vorbereitung in diesem Winter nicht in vollem Maße dazu nutzen konnte, um den Grundstein für eine meisterliche Aufholjagd bis in den Mai zu legen. Kapitän Marco Reus kann noch nicht wieder bei 100 Prozent sein, Hoffnungsträger Erling Haaland kann noch nicht zu 100 Prozent fit und integriert sein.

BVB vor Aufholjgd: Die Zweifel überwiegen

Ab jetzt wird alles passen, alles klappen müssen - und noch überwiegen die Zweifel, ob der BVB diesen Zustand in dieser Saison noch herstellen kann.

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