Reinhard Rauball gibt grünes Licht für weitere Amtszeit als BVB-Präsident

Borussia Dortmund

Macht er weiter? Oder hört er auf - und es endet eine Ära? Am Mittwoch hat Dr. Reinhard Rauball für Klarheit gesorgt, was den künftigen Präsidenten von Borussia Dortmund angeht.

Dortmund

, 14.08.2019 / Lesedauer: 3 min
Reinhard Rauball gibt grünes Licht für weitere Amtszeit als BVB-Präsident

Reinhard Rauball hat noch nicht genug. Er will weiter Präsident des BVB bleiben. © imago

Eigentlich ging es am Mittwoch in einem Konferenzraum des früheren BVB-Hotels „Der Lennhof“ in Dortmund um Rauballs Abschied. Nach zwölf Jahren an der Spitze der Deutschen Fußball Liga (DFL) zog der 72-Jährige eine Bilanz seiner Amtszeit. Und er resümierte, dass er ein bestelltes Feld im deutschen Profifußball hinterlässt.

Rauball hatte schon vor einem Jahr angekündigt, nicht mehr für die DFL zu kandidieren und eine Strukturreform im Zusammenschluss der Klubs aus der 1. und 2. Bundesliga auf den Weg gebracht.

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Seit der Ankündigung seines Rückzugs aus der DFL-Spitze - und damit auch vom Amt des DFB-Vizepräsidenten - stand eine wichtige Frage unbeantwortet im Raum: Wie geht es bei Borussia Dortmund weiter? Hört Rauball dort womöglich auch zum Ende seiner aktuellen Amtszeit im November 2019 auf? Schließlich läuft es auch beim BVB mittlerweile sportlich und monetär exzellent - und Rauball könnte das Zepter nach vollbrachter (Rettungs-) Tat also ruhigen Gewissens weiterreichen.

Rauball will drei weitere Jahre BVB-Präsident bleiben

Seit Mittwochnachmittag ist klar: Das wird er nicht tun. Dr. Reinhard Rauball wird stattdessen drei weitere Jahre der Präsident von Borussia Dortmund bleiben. Es sei denn, die Mitglieder des BVB wählen ihn Ende November nicht für eine neue Amtszeit. Das aber steht realistisch betrachtet außerhalb jeder Vorstellungskraft.

Am Donnerstag macht Rauball Nägel mit Köpfen. Dann trifft er sich mit Dr. Winfried Materna, dem Wahlausschuss-Vorsitzenden des BVB. Er wird ihm seinen Entschluss mitteilen, dass er für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stehen würde.

Reinhard Rauball gibt grünes Licht für weitere Amtszeit als BVB-Präsident

Der letzte Titel, den Reinhard Rauball als DFL-Präsident überreicht hat, ist der Supercup an Borussia Dortmund. © imago

Schlägt der Wahlausschuss des Vereins ihn im November der Versammlung vor und stimmen Borussias Mitglieder dann mehrheitlich für ihn als Präsidenten, „dann würde ich weitermachen“, sagte Rauball am Mittwoch. Rauballs großer Respekt vor den Gremien des BVB verbietet es ihm zu sagen „ich mache weiter“.

Zweifel an weiteren drei Jahren des Juristen auf dem Präsidentensessel aber gibt es nun nicht mehr. Er fühle sich fit, habe Spaß an seinem Amt, betonte Rauball.

Rauball wird DFL-Ehrenpräsident

Und: „Die emotionale Kraft des BVB ist für mich die höchste, die ich empfinde, außerhalb meiner Privatsphäre. Und das wird auch so bleiben.“ Soll heißen: Rauball will weiter mit voller Tatkraft - und künftig ohne die zeitliche Belastung durch DFL- oder DFB-Ämter - für Borussia Dortmund da sein. Mindestens weitere drei Jahre. Das, was Dr. Rauball bei seinem DFL-Abschied in einer Woche zuteil wird, die Ernennung zum Ehrenpräsidenten, wird bei Borussia Dortmund für ihn also noch ein bisschen dauern. Schließlich steht dort in Kürze die achte Wahlperiode an.

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