Der BVB erlebte gegen den SC Freiburg einen perfekten Abend. © imago / Beautiful Sports
Borussia Dortmund

So geht nachhaltig: BVB zeigt Freiburg die Grenzen auf – und blickt nach oben

Die BVB-Profis lassen dem Wunsch von Trainer Marco Rose Taten folgen. Borussia Dortmund zeigt dem SC Freiburg beim 5:1 die Grenzen auf und blickt wieder ganz nach oben.

Gregor Kobel boxte sich vor dem Anpfiff mit der linken Hand ins Gesicht – drei-, vier-, fünfmal. Danach trommelt er sich mit beiden Fäusten auf die Brust und in die Rippen. Womöglich wollte sich Borussia Dortmunds Torhüter mit besserer Durchblutung des Körpers für den Kampf gegen die Kälte wappnen. Wahrscheinlich aber dienten die selbst verpassten Schläge dafür, sich nochmal extra zu fokussieren und die Sinne zu schärfen. Das gelang am formidabel – und zwar nicht nur Gregor Kobel, sondern auch seinen Mitspielern. Borussia Dortmund lieferte gegen den SC Freiburg eine in allen Belangen seriöse Vorstellung ab und gewann hochverdient mit 5:1.

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Dabei setzten die Schwarzgelben von Beginn an das um, was ihnen Trainer Marco Rose aufgetragen hatte. Die Dortmunder entwickelten direkt Dynamik, standen gegen die Breisgauer betont hoch, zwangen sie mit ihrem unablässigen Pressing immer wieder zu Fehlern. Kaum hatten sie den Ball erobert, schalteten die Borussen zudem blitzschnell um. Dadurch drängten sie die Freiburger, die noch im Hinspiel ein zäher Widersacher waren, tief in die eigene Hälfte und beschäftigten sie. In den ersten 45 Minuten war von den Gästen außer Passivität nichts zu sehen.

BVB führt gegen Freiburg bereits nach 45 Minuten mit 3:0

Der BVB wiederum hatte sich schon zur Halbzeit einen ebenso komfortablen wie beruhigenden 3:0-Vorsprung erarbeitet. Marco Rose vertraute auf die Frankfurt-Startelf – erstmals in dieser Saison musste er auf keiner Position eine Änderung vornehmen. Im Gegensatz zur Vorwoche leisteten sich die Dortmunder gegen Freiburg – mit Ausnahme einiger Minuten nach dem Anschlusstreffer – aber kaum Schwächephasen.

Die Borussen liefen konsequent die Räume zu, waren auch ohne Ball ständig in Bewegung und boten den Gästen keine Lücken an. Der BVB fing mögliche Konter zumeist gut gestaffelt ab, wie etwa nach einem Fehlpass von Mats Hummels, den Thomas Meunier in der 23. Minute direkt ausgebügelte. „Bleibt sauber, bleibt sauber“, hatte BVB-Trainer Marco Rose laut brüllend vom Spielfeldrand angemahnt. Und seine Spieler hielten sich an diese Anweisung.

BVB ist gegen Freiburg zweimal nach ruhenden Bällen erfolgreich

Neben dem Minimieren von Ballverlusten und einem schnellen Gegenpressing stand auch das Vermeiden von Standardsituationen in den vergangenen Tagen beim BVB weit oben auf der Agenda. Freiburg – mit 16 Treffern das gefährlichste Bundesliga-Team bei ruhenden Bällen – kam jedoch gar nicht dazu, seine Stärke auszuspielen. Stattdessen waren es die Dortmunder, die zweimal nach Standardsituationen zum Erfolg kamen.

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Bundesliga, 19. Spieltag: BVB – SC Freiburg 5:1 (3:0)

In der 14. Minute servierte Julian Brandt einen Eckball, Thomas Meunier ließ Lucas Höler im Luftduell alt aussehen und köpfte zur 1:0-Führung ein. Nach 29 Minuten ein ähnliches Muster: Wieder Ecke von Brandt, wieder war der belgische Rechtsverteidiger vor Nicolas Höfler und Manuel Gulde mit dem Kopf zur Stelle – 2:0. Unmittelbar vor der Pause erhöhten die Gastgeber sogar auf 3:0. Jude Bellingham luchste Höler den Ball ab, ein kurzer Sprint des Engländers, ein präziser Pass auf Erling Haaland – und der schob an SC-Keeper Benjamin Uphoff vorbei zum 3:0 ein (45.) .

BVB-Allrounder Emre Can muss verletzt ausgewechselt werden

Zur zweiten Hälfte wechselte Rose Manuel Akanji für Can ein, der nach 25 Minuten Probleme mit der Hüfte angedeutet hatte. Und zunächst schienen auch die übrigen Borussen etwas ausgewechselt. Die Kompromisslosigkeit der ersten 45 Minuten blieb etwas auf der Strecke. Prompt verkürzten die Freiburger auf 1:3 (61.). Mit viel Tempo stürmte Kevin Schade los, servierte für Roland Sallai. Dessen Schuss wehrte Gregor Kobel nach vorne ab – Emerdin Demirovic staubte ab.

Jetzt war die Begegnung für kurze Zeit wesentlich ausgeglichener. Doch allen Ambitionen der Breisgauer erteilte Erling Haaland eine entschiedene Absage. Mahmoud Dahoud stibitze Noah Weißhaupt die Kugel, servierte sie dem Norweger tafelfertig in den Lauf und schon stand es 4:1 (75.) – es war das 2000. Heimtor des BVB. Und es folgte noch ein weiterer Treffer: Dahoud (86.) sorgte nach Flanke von Nico Schulz noch für den 5:1-Endstand. Borussia Dortmund ist weiter in Schlagdistanz zum FC Bayern München.

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