Über den BVB-Rasen rollen aktuell Bagger statt Bälle: Borussia Dortmund investiert bis zu 20 Millionen Euro in die Modernisierung seines Trainingszentrums in Brackel. Wir verraten die Details.

Dortmund

, 30.06.2018, 11:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit der offiziellen Eröffnung im April 2011 seien Räumlichkeiten und Gelände etwas in die Jahre gekommen und der Klub stetig gewachsen. „Wir müssen investieren, um unsere Infrastruktur auf einem hohen Level zu halten“, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc gegenüber dieser Redaktion.

Ricken: „Immer weiter optimieren“

Nach der Fertigstellung der Tribüne werden weitere Trainingsplätze für die Junioren gebaut, vorzugsweise mit Naturrasen. Aktuell sind die Flächen von der U23 abwärts permanent belegt. Auch das Internat für die Junioren wird ausgebaut und um eine Tagesbetreuung samt Kantine ergänzt. „Wir wollen die Spieler, die es nach der Schule zeitlich nicht mehr nach Hause schaffen, bestmöglich betreuen“, erklärt Nachwuchs-Koordinator Lars Ricken. Auch nach fünf Deutschen Meistertiteln in Serie müsse man sich „immer weiter optimieren“, so Ricken.


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In einem zusätzlichen Gebäude werden neue Bereiche für Athletik, Rehabilitationsmaßnahmen und Leistungsdiagnostik untergebracht. Dieser Bereich nimmt immer größere Bedeutung ein, bei der medizinischen Betreuung der Spieler wie auch auf der Visitenkarte: „Wir müssen auf dem neuesten Stand sein, gerade auch dann, wenn wir beim Werben um internationale Toptalente konkurrieren“, betont Zorc. In Deutschland sind in Leipzig und München bereits hochmoderne Leistungszentren aus dem Boden gestampft worden, in Gelsenkirchen wird daran gearbeitet, im Ausland wird ebenfalls mehr denn je in den Nachwuchs investiert.

Vom Rheinlanddamm nach Brackel

Auch im Trakt der Profi-Abteilung legt der BVB weiteres Geld an. Nach dem Ausbau werden dort zum Beispiel eine Kältekammer und ein Kältebecken („Eistonne“) untergebracht. In naher Zukunft soll die gesamte sportliche Abteilung vom Rheinlanddamm nach Brackel ziehen. Die Zentrale an der B1 platzt aus allen Nähten. Einen Termin für einen Umzug kann Zorc aber noch nicht nennen.

Hier entsteht derzeit ein Verwaltungsgebäude, in dem bald die gesamte sportliche Abteilung beheimatet sein soll.

Hier entsteht derzeit ein Verwaltungsgebäude, in dem bald die gesamte sportliche Abteilung beheimatet sein soll. © Groeger


Bereits im Gange sind hingegen die Arbeiten am Rasen der Profis. Auch unter der zweiten der beiden meistgenutzten Flächen wird derzeit eine Rasenheizung installiert. Man wolle Vorkehrungen treffen, weil die Plätze laut Zorc „im Winter schnell hart werden“. Zur Verbesserung des Geläufs sollen auch Wärmestrahler zum Einsatz kommen, um jahrein, jahraus ideale Trainingsbedingungen zu gewährleisten.

Am 7. Juli wird dann Neu-Trainer Lucien Favre mit seiner Mannschaft die Übungsarbeit aufnehmen. Aber das ist eine andere Baustelle.

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