Titelkampf mit dem FC Bayern: Jürgen Kohler hat einen Tipp für den BVB

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Die Niederlage im Topspiel schmerzt Borussia Dortmund. Jürgen Kohler aber glaubt weiter an den BVB. Der „Fußballgott“ verrät, wie man den FC Bayern im Titelkampf packen kann.

Dortmund

, 13.11.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eines mal vorweg“, betont Jürgen Kohler im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten, „der BVB hat eine sehr hohe Qualität im Kader.“ Das Gipfeltreffen mit den Bayern aber habe gezeigt, dass die individuelle Klasse bei den Münchnern auf einigen Positionen eben noch höher sei. Beispielsweise im Tor.

Münchner Achse mit Ausnahmespielern - wie damals beim BVB

Roman Bürki sei ein hervorragender Keeper, „aber Manuel Neuer zählt eben zur absoluten Weltklasse“. Die zentrale Münchner Achse mit Neuer, Alaba, Kimmich, Müller und Lewandowski bestehe „ausschließlich aus Ausnahmespielern. So wie zu meiner Zeit damals der BVB.“

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Damals, als Stefan Klos das Tor hütete, Julio Cesar davor abräumte, Michael Zorc das Zentrum stabilisierte und Stephane Chapuisat stürmte. Kohler, von den Dortmunder Fans ob seiner starken Leistungen in den Stand des „Fußballgottes“ erhoben, bestritt über 240 Spiele für Dortmund. Und es regnete Titel und Triumphe.

Kohler sieht den BVB mit Bayern auf Augenhöhe

Auch die aktuelle Dortmunder Achse weise sehr starke Spieler auf: Bürki, Mats Hummels, Axel Witsel, Erling Haaland. „Aber auf absolutem Top-Niveau wie gegen die Bayern wird eben noch ein gewisser Unterschied deutlich“, so Kohler. Dennoch sehe er die Borussen im Titelduell mit den Münchnern auf Augenhöhe. „Meister zu werden, das muss für den BVB weiter der Anspruch sein, ich sehe die Chance bei 50:50, es sind noch 27 Ligaspiele zu bestreiten“, betont der einstige Weltklasse-Verteidiger, der im Dortmunder Trikot die Meisterschale, die Champions League und den Weltpokal gewann.

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Das Rezept, gegen die Bayern aus der Ferne dauerhaft mithalten zu können, glaubt Kohler zu kennen: Es gelte für den BVB, die Spiele gegen die vermeintlich kleinen Klubs souverän zu gestalten, wie zuletzt beim Sieg in Bielefeld, selbst wenn es spielerisch nicht leicht gehe.

Der BVB muss lernen, den Erfolgsdruck für sich zu nutzen

„Solche Patzer wie beim 0:2 in Augsburg, die dürfen nicht passieren“, mahnt der heute 55-jährige Weltmeister von 1990. Das seien Punkte, die im engen Rennen mit den Bayern extrem weh tun. Die Borussia müsse zudem lernen, den steten Erfolgsdruck positiv für sich zu nutzen. Als Ansporn, um auszugleichen, dass in Coronazeiten ohne Zuschauer „gerade keine Emotionalität von den Rängen Schub gibt“.

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Bleibt der BVB dann an den Bayern dran, könnte es mit dem Griff zum Titel klappen, schließlich seien auch beim Dauerchampion von der Isar Formschwächen oder Ausfälle entscheidender Spieler mit Blick auf die hohe Belastung nicht auszuschließen. Jürgen Kohler: „Passiert das, muss der BVB nur nahe genug dran sein an den Münchnern, um das auch nutzen zu können.“

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