Toprak steht auf dem BVB-Abstellgleis - Schwierige Spielzeit für Hitz

hzBVB-Saisonrückblick

Trotz einer im Defensivbereich schwachen BVB-Rückrunde erhält Routinier Ömer Toprak kaum Einsatzzeiten. Torhüter-Neuzugang Marwin Hitz erlebt eine schwierige Premieren-Spielzeit bei Borussia Dortmund.

Dortmund

, 23.06.2019, 18:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Sommervorbereitung beginnt selbstverständlich schon im Urlaub. Und zu zweit macht’s immer mehr Spaß: Gemeinsam mit BVB-Teamkollege Marius Wolf urlaubt Ömer Toprak derzeit auf Ibiza - zwischenzeitlich unterbrochen durch gemeinsame Jogging- und Krafteinheiten. Von nichts kommt nichts. Da fragt Roman Bürki spöttisch via Instagram: „Bist Du schon im Trainingslager?“

Toprak spielt in der Bundesliga-Rückrunde nur 44 Minuten

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Spaß beiseite: Hinter Routinier Toprak (227 Bundesliga-Spiele) liegt eine komplett enttäuschende Spielzeit 18/19. Die Fakten: 14 Pflichtspieleinsätze oder 740 Minuten Einsatzzeit. In der Bundesliga-Rückrunde stand der 29-Jährige nur 44 Minuten auf dem Platz. Dabei wackelte die Dortmunder Abwehr in regelmäßigen Abständen, vor allem bei Standards - bei 187 Zentimeter Körpergröße eigentlich eine Toprak-Paradedisziplin.

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Und die Perspektive im hoch dekorierten Dortmunder Kader wird nach der überraschenden wie schnell realisierten Rückkehr von Mats Hummels noch schlechter. Toprak, in der Mannschaft hoch angesehen, ist nach einer soliden BVB-Spielzeit 17/18 (36 Pflichtspieleinsätze) auf dem Abstellgleis angekommen.


Das ist Topraks Perspektive für die neue Saison:

Puh. Das wird schwierig. Durch die Hummels-Rückkehr tendieren die Einsatzchancen für den ehemaligen türkischen Nationalspieler gegen Null. Ein naheliegender Abschied (Vertrag bis 2021) könnte an den finanziellen Voraussetzungen scheitern, immerhin verdient Toprak beim BVB gute fünf Millionen Euro pro Saison. Das wird bei anderen Vereinen schwierig. Ein immer wieder ins Gespräch gebrachter Wechsel in die Türkei soll kein Thema sein.

Dieser Wechsel kam im vergangenen Sommer überraschend: Nach fünf Jahren und als Stammtorhüter wechselte Marwin Hitz ablösefrei vom FC Augsburg zu Borussia Dortmund. Die aufkeimende Diskussion um einen möglichen Stammtorhüter-Wechsel hielt sich beim BVB einige Wochen - auch weil Hitz freiwillig auf seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Russland verzichtete. Doch Bürki blieb die Nummer eins und spielte seine mit Abstand beste Saison im schwarzgelben Trikot. Seinen Anteil daran hatte auch Marwin Hitz, der bei den Schwarzgelben eine neue Art Fußball kennenlernen musste: Mehr Arbeit mit dem Ball am Fuß, deutlich weniger gefordert im eigentlichen Kerngebiet.

Vier Pflichtspiel-Einsätze stehen für Hitz in der Statistik der Saison 18/19 - mit ganz unterschiedlichem Erfolg. In der Liga kam Hitz zwei Mal zum Einsatz, die Spiele endeten jeweils 3:2 - einmal gut (München), einmal schlecht (Düsseldorf). Hinzu kommen jeweils 90 Minuten im DFB-Pokal (3:2 n.V. gegen Union Berlin) sowie in der Champions League (2:0 bei AS Monaco).


Das ist Hitz‘ Perspektive für die neue Saison:

In Marwin Hitz hat der BVB eine verlässliche, kollegiale Nummer zwei verpflichtet. Die bisherige Konstellation wird sich in der Spielzeit 19/20 natürlich nicht ändern. Hitz wird die Nummer zwei bleiben - und im Training weiter Gas geben. Das heißt auch, Youngster Luca Unbehaun, der nach auskurierter Knieverletzung zur Trainingsgruppe um Matthias Kleinsteiber stoßen dürfte, an die Hand zu nehmen.

Steckbrief

Roman Bürki

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