Verstoß gegen Corona-Regeln: Hohe Geldstrafe für BVB - Polizei ermittelt

Borussia Dortmund

Die Corona-Verstöße nach dem gewonnenen Revierderby haben finanzielle Konsequenzen für den BVB. Die DFL verhängt eine hohe Geldstrafe, die Polizei nimmt weitere Ermittlungen auf.

Dortmund

, 22.02.2021, 18:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Derby-Feierlichkeiten in Brackel haben ein finanzielles Nachspiel für den BVB.

Die Derby-Feierlichkeiten in Brackel haben ein finanzielles Nachspiel für den BVB. © Hoffmann

Die Verstöße gegen das Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) nach dem gewonnenen Revierderby kommen Borussia Dortmund teuer zu stehen. Die DFL verurteilte den BVB am Montag zu einer Geldstrafe in Höhe von 75.000 Euro.

Rund 500 BVB-Fans empfangen den BVB am Trainingsgelände

In der zugehörigen Pressemitteilung heißt es: „Wie auf öffentlich verbreiteten Videos und Fotos klar erkennbar, feierten Spieler im Mannschaftsbus ohne Abstand und ohne Mund-Nasen-Schutz den Derbysieg, während zahlreiche Anhänger des Klubs das Team bei der Rückkehr bejubelten. Es steht außer Frage, dass es sich beim Revierderby um ein besonderes Spiel handelt. Dennoch trägt der Klub die Verantwortung dafür, die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren und zu überwachen.“

Rund 500 Fans hatten die BVB-Mannschaftsbusse am Samstagabend am Trainingsgelände in Brackel empfangen. Dabei wurden sowohl von den Anhängern als auch den Spielern die Corona-Regeln missachtet - kein Abstand, kein Mund-Nasen-Schutz. Die DFL ahndet das Fehlverhalten der Dortmunder Profis im Bus. Borussia Dortmund hatte sich bereits am Sonntagvormittag für das Verhalten entschuldigt. Das Urteil hat der Verein akzeptiert.

Polizei Dortmund leitet weitere Ermittlungen ein

Unterdessen hat die Polizei Strafanzeige wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung durch Pyrotechnik erstattet. Das teilte die Pressestelle am Montag auf Anfrage der Ruhr Nachrichten mit. In weiteren Ermittlungen sollen nun „Tatverdächtige identifiziert und weitere mögliche Vorwürfe geprüft werden“. Dabei geht es auch um Verstöße gegen die geltenden Corona-Regeln.

Der BVB hatte seinen Ordnungs- und Sicherheitsdienst vorsorglich mit mehr als einem Dutzend Mitarbeitern besetzt. Abgesehen von den genannten Verstößen verlief der Pyro-Empfang glimpflich.

Lesen Sie jetzt