Von Balerdi bis Wolf: So läuft es für die Leihspieler des BVB

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Sechs Spieler hat Borussia Dortmund unter Vertrag stehen, die aktuell für einen anderen Verein kicken. Und bei einigen BVB-Leihspielern läuft es richtig gut. Ein Überblick.

Dortmund

, 13.11.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Sechs BVB-Profis, die eigentlich bei Borussia Dortmund unter Vertrag stehen, sind derzeit an andere Klubs ausgeliehen, um Spielpraxis zu sammeln. Wir werfen einen Blick über die Dortmunder Stadtgrenzen hinaus. Ein Überblick über die BVB-Leihspieler.

BVB-Leihspieler Leonardo Balerdi: Schlaflos in Marseille

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Leonardo Balerdi: Der argentinische Nationalspieler, der im Januar 2019 für gut 15 Millionen Euro von den Boca Juniors zu Borussia Dortmund wechselte, sucht sein Glück seit diesem Sommer bei Olympique Marseille in der französischen Ligue 1. Bislang kommt der 21-jährige Innenverteidiger, der auch im defensiven Mittelfeld spielen kann, auf fünf Einsätze für seinen neuen Klub, der im nächsten Sommer eine Kaufoption für Balerdi in Höhe von 14 Millionen Euro besitzt.

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In der Liga kam Balerdi viermal zum Einsatz, dreimal davon über die volle Distanz. In der Champions League stand er zweimal im Kader, einmal auf dem Feld. Insgesamt zeigt Balerdis Formkurve in die richtige Richtung: In den jüngsten vier Pflichtspielen des aktuell Tabellenvierten aus Frankreich stand er dreimal in der Startelf von Trainer Andre Villas-Boas und spielte über die vollen 90 Minuten.

BVB-Leihspieler Marius Wolf: Kein Karneval in Köln

Marius Wolf: Der Rechtsaußen wechselte Anfang Oktober auf den letzten Drücker zum 1. FC Köln. Seit dem vierten Spieltag stand Wolf immer von Beginn an für die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol auf dem Rasen, am dritten Spieltag, bei seiner Effzeh-Premiere, wurde er eingewechselt. Wolfs Plan, in Köln regelmäßig Spielanteile zu erhalten, scheint also aufzugehen.

In der vergangenen Saison war der 25-jährige Coburger noch an Hertha BSC ausgeliehen gewesen, ein fester Wechsel allerdings war nicht zustande gekommen. Wolfs Vertrag in Dortmund läuft noch bis zum 30. Juni 2023, er war im Sommer 2018 für die festgeschriebene Ablösesumme von fünf Millionen Euro von Eintracht Frankfurt zum BVB gewechselt.

BVB-Leihspieler Jeremy Toljan: Dolce Vita bei US Sassuolo

Jeremy Toljan: Der U21-Europameister von 2017 spielt sein zweites Jahr für US Sassuolo in der italienischen Serie A. Seine ursprünglich auf ein Jahr ausgelegte Leihe wurde im vergangenen Sommer um ein weiteres Jahr verlängert und mit einer Kaufverpflichtung für die Italiener versehen. Toljan, der 2017 für rund sieben Millionen Euro aus Hoffenheim zu Borussia Dortmund wechselte, wird im nächsten Sommer fest zu Sassuolo transferiert.

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Der 26-jährige Außenverteidiger stand an den ersten drei Spieltagen der Serie A jeweils in der Startelf des aktuell Tabellenzweiten, wurde dann allerdings positiv auf das Coronavirus getestet und fiel zuletzt mehrere Wochen aus.

BVB-Leihspieler Sergio Gomez: Joker statt Stierkämpfer

Sergio Gomez: Auch Gomez‘ Leihe wurde im Sommer verlängert. Der 20 Jahre alte Linksfuß spielt ein weiteres Jahr für die SD Huesca, mit der Gomez in der vergangenen Saison den Aufstieg in die erste spanische Liga feierte. Sein Vertrag in Dortmund läuft noch bis zum 30. Juni 2022, Huesca besitzt aber im kommenden Sommer eine Kaufoption für den offensiven Mittelfeldspieler, der im Januar 2018 für drei Millionen Euro Ablöse aus der Nachwuchsabteilung des FC Barcelona zum BVB wechselte.

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In der laufenden Spielzeit kommt Gomez bislang auf sechs Einsätze in La Liga, allerdings durfte er dabei nur einmal von Beginn an spielen, zumeist kommt er als Joker von der Bank.

BVB-Leihspieler Immanuel Pherai: In der Liga gegen Götze

Immanuel Pherai: Der 19-jährige Niederländer, der seit 2017 in Borussia Dortmunds Nachwuchsleistungszentrum ausgebildet wurde, durfte sich in der Vorbereitung bei Lucien Favre präsentieren, wechselte im September allerdings auf Leihbasis in die erste niederländische Liga zum PEC Zwolle.

In der Eredivisie, in der mittlerweile auch Ex-BVB-Profi Mario Götze kickt, gehört Pherai zum absoluten Stammpersonal des Tabellenzwölften. Seit dem dritten Spieltag stand der offensive Mittelfeldspieler, dessen Vertrag in Dortmund am 30. Juni 2022 ausläuft, immer in der Startelf, in den jüngsten fünf Spielen kam er über die vollen 90 Minuten zum Einsatz. Auf seine erste Torbeteiligung für seinen neuen Klub wartet Pherai bislang allerdings noch vergeblich.

BVB-Leihspieler Chris Führich: Aus’m Ruhrpott nach Ostwestfalen

Chris Führich: Der gebürtige Castrop-Rauxeler, der zum Ende der vergangenen Saison fünfmal im Profikader des BVB stand, geht seit dem Sommer für den SC Paderborn in der zweiten Liga auf Torejagd. Sein Vertrag in Dortmund läuft noch bis zum 30. Juni 2022, die Ostwestfalen haben aber im nächsten Sommer per Kaufoption die Möglichkeit, Führich fest zu verpflichten.

Der 22-jährige Linksaußen, der in der Vorsaison 24-mal für die U23 des BVB in der Regionalliga West auflief, kam für den SC Paderborn bislang achtmal zum Einsatz und erzielte dabei stolze fünf Tore und legte drei weitere Treffer auf.

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