Bundesliga

Voraussichtliche Aufstellung: So könnte der BVB gegen Werder Bremen spielen

Wie viel Rotation verträgt Borussia Dortmund gegen Werder Bremen am Sonntag? Wir werfen einen Blick auf die voraussichtliche Aufstellung des BVB.
Dortmunder Vielspieler: BVB-Stürmer Erling Haaland (l.) und Emre Can. © picture alliance/dpa/dpa-Pool

Nach dem freien Tag im Anschluss an das 1:2 gegen Manchester City blickte Edin Terzic in viele müde Gesichter. Die Belastung zu verteilen, wird vor der nächsten Englischen Woche zur kniffligen Aufgabe. Am Sonntag kommt Werder Bremen in den Signal Iduna Park. Wieviel Rotation braucht die Mannschaft, wieviel kann sie vertragen? Diese Frage treibt das Trainerteam bei Borussia Dortmund vor dem Beginn der letzten Saisonphase um.

Mögliche Aufstellung gegen Werder Bremen: BVB steht erneut vor intensiven Wochen

Die Belastung des BVB-Teams bleibt hoch, zwischen dem Heimspiel gegen Werder Bremen am Sonntag (15.30 Uhr, live bei Sky) und der Reise in die Nachbarschaft der Wolfsburger Autostadt am kommenden Samstag bildet am Mittwoch das Heimspiel gegen Union Berlin (20.30 Uhr) den Mittelteil der letzten Englischen Woche in der Bundesliga.

Längst ist es ein Balancieren auf einem äußerst schmalen Balken. BVB-Spieler wie Erling Haaland, Emre Can, Mats Hummels oder auch Jude Belingham bräuchten eine Verschnaufpause. Das Dilemma für Trainer Edin Terzic: Alternativen sind zum Teil nicht vorhanden, weil der Verletztenstand (Moukoko, Sancho, Zagadou) weiter hoch ist. Oder sie sind gerade nicht in bestechender Form.

BVB gegen Werder Bremen: Trainer Terzic sucht seine Startelf

Natürlich, sagt Terzic, ziehe er zur individuellen Bewertung des Fitness- und Belastungslevels der Spieler die erhobenen Daten heran. Wie schnell ermüdet ein Spieler unter Belastung, wie schnell erholt er sich nach einem intensiven Spurt – über viele Details kann das Trainerteam heutzutage verlässliche Informationen zu Rate ziehen. Doch es gebe immer auch noch den persönlichen Eindruck, den sich Terzic im Gespräch mit den Spielern verschafft. „Es geht immer um einen Mix aus Daten, Abstimmungen mit den Athletiktrainern, der medizinischen Abteilung und dem Gespräch mit dem Spieler“, sagt der 38-jährige Trainer von Borussia Dortmund vor dem Heimspiel gegen den SV Werder Bremen.

Eine mathematische Formel, wie viele Positionen man maximal tauschen kann, gebe es nicht. Auch die Verletzungsgefahr entscheidet mit. Muskelverletzungen waren in dieser auf deutlich weniger Wochen komprimierten Saison ein Begleiter, auch BVB-Stürmer Erling Haaland zum Beispiel hat es schon erwischt. Terzic würde ihn liebend gern schonen, aber Haalands Stellvertreter Moukoko ist verletzt.

BVB-Trainer Edin Terzic warnt vor Werder Bremen

Zu viele Änderungen gefährden die Stabilität des Gefüges, und dass der Zeitpunkt günstig sei, weil Werder sich zuletzt nicht gerade in Bestform befand, würde Dortmunds Trainer nie so unterschreiben. Das Gegenteil ist eher der Fall: „Brutal schwer“ werde es, ist sich Terzic sicher. „Werder hat uns ja sehr häufig geärgert, vollkommen egal, wie die Saison für sie gelaufen ist.“ Warum das so ist, weiß niemand, doch die letzten schmerzhaften Niederlagen im Pokal sind allen frisch im Gedächtnis.

Noch ein Dilemma für den Trainer: Dortmund darf sich keine Blöße mehr geben, muss bei sieben Zähler Rückstand auf Platz vier Druck aufbauen auf die vor dem BVB liegenden Frankfurter und den VfL Wolfsburg. Da helfen nur Siege und verbieten sich eigentlich personelle Experimente. Auch BVB-Sportdirektor Michael Zorc sagt: „Auch wenn wir wissen, wie schwer es wird, wollen wir von diesem Ziel nicht abrücken. Und den Glauben, dass wir es schaffen können, wollen wir in die Mannschaft tragen.“

Borussia Dortmund wird gegen Werder Bremen rotieren

Dennoch wird Terzic rotieren. Womöglich auch in größerem Umfang. Ob Thomas Delaney (Achillessehnenreizung) fit wird und zum Beispiel einem Emre Can eine Pause verschaffen könnte, soll ein Belastungstest am Samstag klären. Jadon Sanchos Comeback wird frühestens in Wolfsburg stattfinden können. Er soll erst zu Wochenbeginn ins Teamtraining einsteigen.

So könnte Borussia Dortmund gegen Werder Bremen spielen

Hitz – Meunier, Akanji, Hummels, Schulz – Delaney – Dahoud, Brandt – Reyna, Hazard – Haaland

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