Warum der BVB-Auftakt gegen den FC Barcelona ein Fußballfest wird

Champions League

Alle wollen Lionel Messi sehen. Und einen mutigen BVB. Der Auftakt in die Champions League zwischen Borussia Dortmund und dem FC Barcelona verspricht ein Fußballfest.

Dortmund

, 17.09.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 3 min
Warum der BVB-Auftakt gegen den FC Barcelona ein Fußballfest wird

Es braucht keinen Blick in die Glaskugel, um einen speziellen Fußball-Abend vorherzusehen. © imago

In Dortmund steht eines der größten Stadien der Welt, doch für dieses Spiel hätte der BVB locker das Drei- oder Vierfache an Eintrittskarten verkaufen können. Borussia gegen Barcelona, erstmals seit 20 Jahren wieder, König Messi gibt sich die Ehre, die ganz große europäische Fußballshow. Viel spektakulärer kann der Auftakt in die Champions League gar nicht ausfallen. Vorhang auf für die Königsklasse, der BVB fordert Spaniens Meister heraus (Dienstag, 21 Uhr, live bei Sky).

Messi lobt Stadion und „besonderen Fans“ des BVB

Mitten im Kegellicht der Scheinwerfer: Lionel Messi. Fünf Mal hat der 32-Jährige den Ballon d’Or als Welt-Fußballer gewonnen, „er ist einfach der Beste“, meint auch BVB-Kapitän Marco Reus, viel besser als er selber. Doch eins fehlt dem Argentinier in seiner illustren Sammlung an Erfahrungen: Ein Auftritt in Dortmund. „Ich habe noch nie gegen den BVB gespielt. Oft habe ich Dortmund im TV gesehen, mir haben das Stadion und diese besonderen Fans immer sehr gefallen.“

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Bildergalerie

Die Ankunft des FC Barcelona in Dortmund

Die Bilder der Ankunft von Messi und Co. in Dortmund.
16.09.2019
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Die Ankunft des FC Barcelona in Dortmund.© Groeger
Die Ankunft des FC Barcelona in Dortmund.© Groeger
Die Ankunft des FC Barcelona in Dortmund.© Groeger
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Die Ankunft des FC Barcelona in Dortmund.© Groeger
Die Ankunft des FC Barcelona in Dortmund.© Groeger
Die Ankunft des FC Barcelona in Dortmund.© Groeger
Die Ankunft des FC Barcelona in Dortmund.© Groeger
Die Ankunft des FC Barcelona in Dortmund.© Groeger
Die Ankunft des FC Barcelona in Dortmund.© Groeger
Die Ankunft des FC Barcelona in Dortmund.© Groeger
Die Ankunft des FC Barcelona in Dortmund.© Groeger
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Die Ankunft des FC Barcelona in Dortmund.© Groeger
Die Ankunft des FC Barcelona in Dortmund.© Groeger
Die Ankunft des FC Barcelona in Dortmund.© Groeger

Heute endlich bekommt Messi einen leibhaftigen Eindruck. Nach sechswöchiger Pause wegen Wadenproblemen ist er am Sonntag ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und will unbedingt zurück auf den Platz, wenn die Champions League beginnt. „Er hat richtig aufs Gas gedrückt, um rechtzeitig bereit zu sein“, sagt der spanischen Journalist Ramon Salmurri. Der Henkelpott steht ganz oben auf der Wunschliste, Königsklasse ist Chefsache. Bei den Katalanen wie auch bei Borussia Dortmund.

Marco Reus: „Wir trauen uns eine Überraschung zu“

Der BVB schickte am Montag Chefsprecher Marco Reus aufs Podium. Der beantwortete geduldig Fragen zu Paco Alcacer („Er ist ruhig wie immer“), zum Sieg gegen Leverkusen („Gibt uns Auftrieb“) und zu seiner Prognose für die Champions League („Wir trauen uns eine Überraschung zu und haben uns hohe Ziele gesetzt“).

Video
Die RN-Vorschau auf das BVB-Spiel gegen Barcelona

Wenn der 30-Jährige über das Spiel redet und seine Erwartungen, dann fällt immer wieder diese eine Vokabel: Mut. „Wir müssen mutig sein und Akzente nach vorne setzen“, sagt Reus. „Wir müssen auf der Hut sein und wir werden viel leiden müssen.“ Es bringe nichts, sich gegen eine Mannschaft von Barcelonas Kaliber „nur hinten rein zu stellen. Wir müssen mutig sein und bei eigenem Ballbesitz auch nach vorne spielen.“ Wenn das gelänge, dann traut Reus seiner Mannschaft alles zu. Bemerkenswert selbstbewusst sagt er: „Wir wollen zuhause das Spiel gewinnen.“

Lucien Favre ist ein Barcelona-Fan

Direkt neben seinem Kapitän saß in dem Moment Lucien Favre, und wenn Vorsicht die Mutter aller Porzellankisten ist, dann ist Favre ihr Vater. Nun ja, ergänzte der Schweizer, mutig nach vorne zu spielen sei dann eine Option, „wenn es möglich ist. Wir müssen aber auch sehr gut verteidigen und sehr konzentriert spielen.“

Vier Spiele habe er vom FC Barcelona gesehen, gibt Favre zu, und er hat dabei festgestellt: „Sie sind gut, mit und ohne Messi.“ Was man wissen muss: Favre ist ein Barcelona-Fan. Seitdem er 1991 für zwei Wochen dort hospitierte, als Johan Cruyff den Fußball neu erfand. „Das hat mich inspiriert, klar.“

So könnte der BVB Barcelona gefährlich werden

Im großen Interview mit dieser Redaktion erklärte er diese Vorliebe: „Was mich schon damals begeistert hat, war die großartige Technik gepaart mit Bewegung. Da war immer Bewegung im Spiel, der Ball lief wie am Schnürchen. Diese schnellen flachen Pässe in die Räume zwischen den Linien, da steckt eine Philosophie hinter: den Gegner zu destabilisieren. Das versuchen wir auch. Manchmal gelingt es uns.“

Barcelonas Stil ist speziell, ohne Frage. Im Kurzpasswirbel der Blau-Roten haben schon andere Mannschaften die Orientierung verloren. Borussia Dortmund hat dann eine Chance, wenn es gelingt, mit eigenen Aktionen die Spanier zu beschäftigen, sie zu ungeliebter Defensivarbeit zu zwingen. Auch Favre ist nicht entgangen, dass Barcelona bei den bisherigen Auswärtsspielen in der Liga Probleme bekam, als Atletico Bilbao (0:1) und Osasuna Pamplona (2:2) furchtlos und mit beherztem Pressing zu Werke gingen.

Wird es einer dieser unvergesslichen Europapokalabende?

Mit genau diesen Tugenden hat der BVB in der jüngeren Vergangenheit mehr als einmal für unvergessliche Europapokalabende gesorgt. Auch deswegen dürfen sich alle glücklich schätzen, die eine Eintrittskarte für das Spiel heute Abend besitzen. Alle anderen sollten am Bildschirm genau hinschauen bei Borussia gegen Barça – die ganz große europäische Fußballshow.

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