Borussia Dortmund

Wie fängt Rose den Brandt-Ausfall auf? So könnte der BVB gegen Union spielen

Borussia Dortmund gehen vor dem Heimspiel gegen Union Berlin die Mittelfeldspieler aus - nun muss auch Julian Brandt passen. Wie reagiert Marco Rose? So könnte der BVB am Sonntag starten.
Julian Brandt wird dem BVB erst im Oktober wieder zur Verfügung stehen. © imago / Seskim Photo

Erst die Defensive, jetzt das Mittelfeld. Wochenlang gab es aufgrund der vielen Verletzungen und Ausfälle Engpässe in der Abwehrreihe von Borussia Dortmund. Und gerade jetzt, als sich dort hinten alles wieder zu legen scheint, klafft eine neue Lücke – und zwar im offensiveren Bereich.

Einsatz in der BVB-Startelf kommt für Thorgan Hazard zu früh

BVB-Trainer Marco Rose gehen vor dem Bundesliga-Spiel gegen Union Berlin am Sonntag (17.30 Uhr, live auf DAZN) im Signal Iduna Park die Achter aus. Giovanni Reyna kehrte mit einem Muskelfaserriss im Gepäck von der Länderspielreise zurück und wird noch länger ausfallen. Thorgan Hazard stand am Donnerstag zwar erstmals nach seiner Sprunggelenksverletzung wieder mit der Mannschaft auf dem Trainingsplatz, ein Startelf-Einsatz kommt für den Belgier aber noch zu früh. „Wir haben aber die Hoffnung, dass wir ihn mit auf die Bank nehmen können“, sagt Rose.

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Und dann ist da noch Julian Brandt. Gerade erst hatte er sich nach seiner Corona-Infektion wieder rangekämpft, da muss er schon wieder pausieren. Wegen muskulärer Probleme war er gegen Besiktas nach der Halbzeit in der Kabine geblieben, nun die bittere Nachricht: „Er hat eine Muskelverletzung, die dann doch zwei Wochen braucht“, erklärte Rose. Der 25-Jährige reiht sich damit in die lange Liste der BVB-Spieler ein, die wegen genau einer solchen Verletzung aktuell zum Zuschauen verdammt sind – Nico Schulz, Emre Can, Steffen Tigges und Giovanni Reyna.

Wolf, Knauff oder Dahoud: Wer rutscht beim BVB auf die Acht?

Wer also wird Brandt gegen Union ersetzen? Es bleiben drei Optionen: Marius Wolf oder Ansgar Knauff, die die Position von ihren Anlagen her Eins zu Eins ersetzen könnten. Oder eben Mahmoud Dahoud, wenn Axel Witsel wie gegen Leverkusen auf die Sechs rutscht. Mit allen Möglichkeiten wird sich Marco Rose auseinandersetzen: „Wenn ich hier fertig bin, werden wir uns im Trainerbüro darüber unterhalten. Wir werden gegen Union am Sonntag eine schlagkräftige Truppe auf den Rasen stellen.“

Das wird auch nötig sein. Denn nicht umsonst haben sich die „Eisernen“ in der vergangenen Saison für die Conference League qualifiziert, in der sie am Donnerstag zwar mit 1:3 bei Slavia Prag verloren, generell aber zu überzeugen wussten. „Union ist ein unangenehmer Gegner. Sie machen die Räume recht eng und haben ein gutes Umschaltspiel. Mittlerweile hat Union aber auch echt einen richtig klaren Plan mit dem Ball“, sagt Rose. „Wir konzentrieren uns aber auf unser eigenes Spiel und wollen da gut sein und noch besser werden.“

Der BVB und die Sehnsucht nach der Null

Damit dürfte der BVB-Coach vor allem die Defensiv-Leistung seiner Mannschaft meinen. Denn während die Dortmunder offensiv in fast jedem Spiel ein Feuerwerk abbrennen, hakt es in der Rückwärtsbewegung doch gewaltig. Neun Gegentore in vier Bundesligaspielen und drei im Supercup sprechen eine deutliche Sprache. Und auch in der Champions League bei Besiktas musste Gregor Kobel doch noch hinter sich greifen. Die Sehnsucht nach der Null ist groß. Am Sonntag gibt es dazu die nächste Chance.

Ein Sieg – am besten ohne Gegentreffer – wäre nach dem spektakulären 4:3 gegen Leverkusen am vergangenen Samstag und dem Auftaktsieg in der Champions League bei Besiktas der perfekte Abschluss dieser Englischen Woche. Die nächste lässt nicht lange auf sich warten. Aber bis dahin steht in Dortmund nach langer Zeit mal wieder eine ganz normale Trainingswoche an. Marco Rose wird das freuen.

So könnte der BVB gegen Union Berlin spielen: Kobel – Meunier, Akanji, Hummels, Guerreiro – Witsel – Bellingham, Dahoud – Reus – Haaland, Malen

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