Zeitfenster, Eingänge, Masken - so plant der BVB die Fan-Rückkehr

Borussia Dortmund

Fans dürfen den BVB ab September wieder live im Signal Iduna Park sehen. Auf dem Weg zu diesem Ziel hat Borussia Dortmund jetzt erste konkrete Lösungen erarbeitet.

Dortmund

, 30.07.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der BVB plant zu Beginn der neuen Saison bei Heimspielen mit 15.000 Zuschauern.

Der BVB plant zu Beginn der neuen Saison bei Heimspielen mit 15.000 Zuschauern. © dpa

Seit Jahren schon weist der BVB den höchsten Zuschauerschnitt der Fußball-Bundesliga auf. Mehr als 80.000 Fans lassen den Signal Iduna Park bei jedem Heimspiel kochen. Die Corona-Pandemie aber hat alles verändert. Geisterspiele, also null Zuschauer auf den Rängen, waren das Übel des neunteiligen Saisonendspurts im Mai und Juni. Aktuell arbeiten die Klubs daran, auf Basis des DFL-Leitfadens wieder teilweise Zuschauer zu den Spielen der nahenden Saison zulassen zu können. Für Borussia Dortmund kümmern sich federführend Dr. Christian Hockenjos (Direktor Organisation) und Matthias Naversnik (Leiter Ticketing) mit ihren Mitarbeitern um die lokale Detailplanung.

Zu nur 14,7 bis 19,7 Prozent wird der Signal Iduna Park ausgelastet sein. Der Hauptgrund: Die strikten Vorgaben des Bundesgesundheitsministeriums, die 1,5 Meter Sicherheitsabstand verlangen. So schildern es Hockenjos und Naversnik in der aktuellen Ausgabe des Mitgliedermagazins „Borussia“. Maximal 15.000 Zuschauer können die BVB-Verantwortlichen ins Stadion lassen.


So sieht der aktuelle Comeback-Plan der Borussia aus, der vom Dortmunder Gesundheitsamt noch geprüft werden muss:


  • Jede zweite Sitzreihe auf den Tribünen bleibt frei, ebenso zwei Plätze links und rechts jedes Zuschauers.
  • In den Unterrängen (sie bieten aus baulichen Gründen mehr Platz) dürfen Freunde oder Familienmitglieder überwiegend nebeneinander sitzen.
  • Die Südtribüne wird bestuhlt.
  • Um die Abstandsregeln auch beim Einlass einzuhalten, ist nur jedes zweite Drehkreuz in Betrieb. Zudem sind für jeden Ticketinhaber die zu nutzenden Eingänge verbindlich vermerkt.
  • Auf den Eintrittskarten werden viertelstündige Zeitfenster vermerkt, in denen der jeweilige Fan am Eingang sein muss. 90 Minuten vor dem Anpfiff sollen die ersten Fans das Dortmunder Stadion betreten. Grundsätzlich gilt: Wer einen frühen Einlass-Zeitpunkt hat, darf das Stadion auch früh wieder verlassen. Jede Sitzreihe werde nach Abpfiff einzeln zum Ausgang geleitet.
  • Um mögliche Infektionsketten nachzuvollziehen, muss der Käufer neben Namen und Mobilfunknummer seine E-Mailadresse hinterlassen. Gibt ein Käufer sein Ticket weiter, muss er die Person benennen können.
  • Der BVB warnt ausdrücklich Händler davor, aus dem eingeschränkten Karten-Kontingent Profit schlagen zu wollen. Wer seine Karte auf dem Schwarzmarkt anbietet, „wird drastisch bestraft“, betont der Klub. Ein Stadionverbot sei für diese Fälle vorgesehen.
  • Der Nasen- und Mundschutz muss beim Einlass ins Stadion und auf dem Weg zum Sitzplatz getragen werden, auf dem Sitzplatz dürfe die Maske dann abgenommen werden, so der BVB.
  • Geld für Dauerkarten wird der Klub nicht einziehen, solange das Stadion nicht gefüllt werden kann, sondern vorerst auf Basis der Tageskarten abrechnen. Die Abos ruhen.

Dauerkarteninhaber werden in Dortmund ein Vorgriffsrecht auf die Heimspieltickets erhalten, wahrscheinlich in einem rollierenden System, so dass jeder der 55.000 Dauerkarteninhaber im Laufe der ersten Partien zum Zuge kommt. „Um jedem Dauerkarteninhaber Stadionbesuche zumindest zu einigen Spielen zu ermöglichen, steht die faire Vergabe klar im Fokus“, sagt Matthias Naversnik.

Der genaue Plan soll bis zum 5. September stehen. Teil des Plans: Die Vereinsmitglieder des BVB bekommen nach den Dauerkarteninhabern die Chance auf Tickets. Naversnik: „Sie sind die nächste Stufe.“

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