Am Berufskolleg Castrop-Rauxel: 17-Jähriger schießt auf Parkplatz mit einer Pistole

hzPolizeieinsatz

Am Rande des Berufskollegs in Castrop-Rauxel wurde am Mittwochvormittag ein Schuss aus einer Waffe abgegeben. Ein Jugendlicher lief davon. Was steckt hinter diesem beängstigenden Vorfall?

Habinghorst

, 06.11.2019, 14:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mittwochvormittag, 11.15 Uhr, Wartburgstraße: Am Berufskolleg Castrop-Rauxel und an der nahegelegenen Fridtjof-Nansen-Realschule herrscht normaler Betrieb – und das ist rege: Rund 2000 Schülerinnen und Schüler sind hier unterwegs, um zu lernen. In der Nachbarschaft ist das Einkaufszentrum an der Siemensstraße mit Aldi, Real und in unmittelbarer Nähe dem Media Markt.

Schuss löst sich – dann laufen sie zur Bushaltestelle

Dann passiert etwas Unvorhergesehenes, das für Eltern der Horror sein muss: Ein Jugendlicher hält eine Waffe in der Hand, aus der sich ein Schuss löst. Der Jugendliche und ein weiterer junger Mann laufen in Richtung einer Bushaltestelle davon.

So trug sich die Szenerie am Mittwoch (6.11.) nach Angaben der Polizei auf einem Parkplatz in der Nähe der Schulgebäude des Berufskollegs an der Wartburgstraße zu. Der Schuss des 17-Jährigen sei in Richtung Boden abgegeben worden, heißt es in der Polizeimitteilung weiter – und andere Personen außer dem Begleiter seien nicht in der Nähe gewesen.

Ein Zeuge habe diesen Vorfall beobachtet und umgehend die Schulverwaltung informiert. Die rief dann die Polizei hinzu.

Polizei findet Schreckschusspistole im Umfeld

Die Polizisten eilten zum Ort des Geschehens und setzten an der Bushaltestelle Siemensstraße zwei 17-jährige Dortmunder fest. Dort fanden sie auch die Schusswaffe, bei der es sich um eine Schreckschusspistole handelte. Die Polizei stellte die Pistole sicher.

Fred Nierhauve, Schulleiter des Berufskollegs, erklärte am frühen Nachmittag auf Anfrage unserer Redaktion, dass außer der einen Person, die die Schulverwaltung informierte, niemand etwas von dem Vorfall mitbekommen habe. Der Unterricht konnte normal weiterlaufen.

Kaum einer merkte es: Schulunterricht nicht gestört

Ansonsten wisse die Schule nichts weiter – nur, dass es definitiv nicht auf dem Schulhof geschehen sei, betont Nierhauve. Man könne auch nicht sagen, ob der Jugendliche mit der Waffe überhaupt Schüler am Berufskolleg sei.

Die Polizeibeamten nahmen die beiden Jugendlichen zur Wache mit. Jetzt ermitteln sie, was die 17-Jährigen dazu bewogen hat, die Waffe bei sich zu tragen und den Schuss in der Nähe einer Schule abzugeben.

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