19-Jähriger nach Straßenraub an der Leonhardstraße vor Gericht

Landgericht Bochum

Nach einem Straßenraub in Castrop-Rauxel ist ein vorbestrafter Täter (19) mit einer „zweiten Chance“ davongekommen. Das Urteil gleicht ein bisschen einem vorgezogenen Weihnachtsgeschenk.

Bochum/Castrop-Rauxel

, 31.08.2019, 10:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
19-Jähriger nach Straßenraub an der Leonhardstraße vor Gericht

Der Prozess um den Straßenraub an der Leonhardstraße fand im Justizzentrum Bochum statt. © Werner von Braunschweig

Im Prozess um den Raubüberfall auf offener Straße in der Innenstadt hat das Bochumer Landgericht einen 19-jährigen Angeklagten zu zwei Jahren Jugendhaft verurteilt. Ob die Jugendstrafe zur Bewährung ausgesetzt werden kann, soll in sechs Monaten entschieden werden. Bis dahin hat der vorbestrafte und unter Bewährung stehende Bochumer Gelegenheit, Punkte für sich zu sammeln.

Die Richter der Jugendstrafkammer haben ihm die Ableistung von Sozialstunden, ein soziales Einzel-Training und die regelmäßige Kontaktaufnahme zur Drogenberatung auferlegt. Miteinbezogen in die zweijährige Jugendhaftstrafe wurde eine Vorverurteilung von eineinhalb Jahren Jugendhaft wegen Drogenhandels.

Beutewert von 1500 Euro

Der Angeklagte hatte im Prozess seine Beteiligung an dem Raubüberfall vom 17. Mai 2018 an der Leonhardstraße zugegeben. Die Opfer waren damals von dem Angeklagten und zwei unbekannten Mittätern mit einem Messer bedroht und beraubt worden. Die Beute: eine Uhr und eine Sonnenbrille. Der Wert: 1500 Euro.

Ein mitangeklagter 21-Jährige war mit Blick auf die dünne Beweislage in seinem Fall bereits freigesprochen worden. Die Namen der zwei Mittäter wollte der nun verurteilte 19-Jährige - angeblich aus Angst - nicht verraten.

Das Urteil lautet auf Raub.

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