Festnahme an der Grenze: Abgetauchter Taschendieb (64) fliegt auf

hzLandgericht Bochum

Vor drei Monaten wurde ein Mann (64) aus Serbien bei der Einreise aus Österreich als ein Taschendieb enttarnt, der vor Jahren in Castrop-Rauxel aktiv war. Jetzt steht der Serbe hier vor Gericht.

Bochum/Castrop-Rauxel

, 24.09.2020, 08:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mehr als acht Jahre nach einer Serie von Taschendiebstählen in Castrop-Rauxel und Umgebung wird ein Mann (64) aus Serbien am Bochumer Landgericht jetzt von seiner Vergangenheit eingeholt. Bei einer Corona-Einreisekontrolle an der deutsch-österreichischen Grenze flog der gesuchte Verdächtige im Juni überraschend auf.

Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass der seither in U-Haft sitzende Angeklagte zu einer Diebesbande gehörte, die von 2012 bis 2013 im Ruhrgebiet ihr Unwesen trieb.

Spezialisiert war die Gruppe auf Taschendiebstähle in oder vor Discountern. Nach dem Motto „Anstoßen, Abdecken, Ansprechen“ wurde einem Opfer von einem der Täter die Geldbörse abgeluchst und dann blitzschnell an einen Mittäter weitergereicht. Anschließend versuchten die Täter nicht selten, mit einer frisch erbeuteten EC-Karte an einem Automaten Geld abzuheben.

Tat im Februar 2013 an der Wartburgstraße

Angeklagt sind 14 Taschendiebstähle. Die Tat in Castrop-Rauxel soll am 16. Februar 2013 in einem Discounter an der Wartburgstraße verübt worden sein. Das Opfer war eine Frau, die Beute ein Portmonee.

Der Angeklagte gehörte von Anfang an zum Kreis der Verdächtigen, war jedoch jahrelang in Frankreich untergetaucht. Vor der 10. Strafkammer legte der 64-Jährige sofort ein weitreichendes Geständnis ab. Er hofft auf ein schnelles Prozess-Ende, inklusive Freilassung.

Lesen Sie jetzt