Ärger über Raser auf der Jahnstraße

Verkehr

RAUXEL Familienvater Mario Rommel (40) traut sich gar nicht mehr, seine Kinder Maximilian (3) und Franziska (18 Monate) vor der Tür spielen zu lassen, zu sehr rasen in seinen Augen die Autofahrer durch die Jahnstraße.

von Von Christoph Witte

, 14.07.2009, 14:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ärger über Raser auf der Jahnstraße

Mario Rommel (40) mit Tochter Franziska (1): In der Jahnstraße wird gerast.

Vor zwei Jahren hatte das Ordnungsamt eine 24-Stunden-Messung durchgeführt. „Von ganz schlimmen Rasern in der Jahnstraße kann man aber nicht sprechen“, sagt Stadtsprecherin Nicole Fulgenzi mit Blick auf die Ergebnisse. 2300 Verkehrsteilnehmer hat die Messung damals gezählt. Wenn nun 85 Prozent der Gemessenen die Geschwindigkeitsbegrenzung einhalten bzw. nicht signifikant überschreiten (die so genannte V85-Regel), dann gilt die Straße nicht als besondere Raserstrecke. In der Jahnstraße fuhren damals 85 Prozent der 2300 PKW-, LKW- und Zweiradfahrer im Messzeitraum im Durchschnitt mit 38 km/h durch die Tempo-30-Zone. „Das ist ein guter Wert“, sieht Stadtsprecherin Nicole Fulgenzi keinen Bedarf, die Jahnstraße in die Riege der 55 festen Messpunkte aufzunehmen, die die Stadt gemeinsam mit der Polizei festgelegt hat.

Mario Rommel kritisiert die Messung jedoch: „Das war nur einmal und so offensichtlich, dass da natürlich jeder auf die Bremse tritt.“ Er hat als besonders zügige Fahrer vor allem Mütter und Väter im Blick, die ihre Kinder auf den letzten Drücker in die Kindertagesstätte am Wald bringen. Allerdings, so Nicole Fulgenzi, liege auch die Kita zu weit weg, als dass häufigere Kontrollen gerechtfertigt wären.

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