Unbewohnbar: Wasserschaden macht Altro-Mondo-Mietern seit Monaten zu schaffen

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Die Probleme der Altro-Mondo-Mieter nehmen kein Ende. Seit fast sechs Monaten kämpfen einige Mieter im Schophof 8 mit einem Wasserschaden und Schimmel in ihren Wohnungen.

Castrop-Rauxel

, 21.06.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Während die Mieter im Haus am Schophof 10 nun doch nicht mehr fürchten müssen bald im Dunkeln durch den Hausflur zu laufen, haben einige Mieter im Haus mit der Nummer 8 seit Monaten mit einem Wasserschaden zu kämpfen.

Kurz vor Weihnachten 2018 sei in einer Wohnung über ihrer eigenen im Badezimmer Wasser aus Decke und Wand gelaufen gekommen, berichtet Birgit Hellmann im Gespräch mit der Redaktion.

Eilends wurde Hausmeister und die Mieter der Wohnung gerufen, die man als mögliche Quelle des Wassers ausgemacht hatte. „Wir konnten aber nichts finden“, sagt die Mieterin dieser Wohnung, mit der die Redaktion ebenfalls sprach, die ihren Namen hier aber nicht lesen möchte.

Sechs Wochen lang soll Wasser gelaufen sein

Bis die Ursache – wohl ein Leck in einer Wasserleitung in der Wand des Badezimmers – ausfindig gemacht und behoben werden konnte sollen rund sechs Wochen vergangen sein, so Hellmann. „Ich habe den Hausmeister angefleht schnell etwas zu unternehmen, damit der Schaden nicht noch größer wird.“

Am Ende sei das Wasser über vier Etagen in die Wände gelaufen. „Bis in den Keller“, sagt Hellmann. Die Konsequenz: Massiver Schimmelbefall in den betroffenen Badezimmern. Bereits im Januar hatte Hellmann Martin Grebe vom Mieterschutzbund Dortmund (MSB), der auch Mieter in Castrop-Rauxel vertritt, eingeschaltet.

Grebe schrieb an die Vermietergesellschaft Altro Mondo, forderte mehrfach den Schaden zu beheben. Zunächst ohne messbaren Erfolg. Meist bekomme man nur eine Eingangsbestätigung, so Grebe.

Erste Handwerkerarbeiten nach rund drei Monaten

Ende März schließlich, also rund drei Monate nachdem der Wasserschaden aufgetreten war, ließ Altro Mondo Trocknungsgeräte im Schophof 8 aufstellen.

Die Trocknungsgeräte liefen laut Hellmann bis zum 24. April, wurden dann abgebaut. Die Schäden in den Wohnungen durch den Schimmel einerseits, durch die Öffnung der Badezimmerwände andererseits sind seither noch nicht beseitigt worden.

In weiteren Schreiben, die der Redaktion vorliegen, fordert Grebe die Altro Mondo im Namen der Mieter auf, diese Mängel schnellstmöglich zu beseitigen. In der Zwischenzeit wurde Hellmanns Wohnung von zwei unterschiedlichen Gutachten für unbewohnbar erklärt, die Miete demnach komplett gekürzt.

Altro Mondo reagierte auf die Schreiben und versicherte zunächst Anfang Mai, man habe eine Fachfirma damit beauftragt, die Schäden zu beseitigen.

Letzte Frist gesetzt

Eine Aussage, die Grebe nicht nachvollziehen kann. Schließlich habe Altro Mondo seit dem Wasserschaden monatelang Zeit gehabt, diese Schritte einzuleiten. Der Rechtsanwalt setzte eine letzte Frist bis Ende Mai. Altro Mondo gibt in einem weiteren Schreiben an, dass die Firma „...am 8. Mai 2019 bereits beauftragt [wurde], sodass die Firma mit den Mängelbeseitigung beginnen kann und soll.“

Weiter heißt es, man habe „die Angelegenheit nun noch einmal mit besonderer Dringlichkeit an unsere Schadensabteilung weitergeleitet.“ Das letzte Schreiben ging am 29. Mai beim MSB ein.

Warten auf die Handwerker

Bis zum Dienstag (18.06) jedenfalls konnte Birgit Hellmann noch nicht bestätigen, dass etwaige Reparaturarbeiten in ihrer Wohnung begonnen hätten.

Sowohl zur drohenden Stromsperre an Dortmunder Straße 3 und Schophof 10, als auch zum Wasserschaden im Schophof 8 hatten wir Altro Mondo am 3. Juni eine Presseanfrage gestellt. Diese bleibt bisher unbeantwortet.

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