Altstadtmarkt: Ostseite wird erst 2016 gepflastert

Fördermittel nicht freigegeben

Kürzlich hat sich herausgestellt, dass die nötigen Fördermittel für den Oberflächenausbau der Ostseite des Altstadtmarkt von der Bezirksregierung noch gar nicht freigegeben worden sind. So kann der Stadtbetrieb EUV, der dort die Kanalarbeiten durchgeführt hat, die Pflasterung nicht wie vorgesehen, analog zur neuen Platzkonzeption herstellen.

Castrop-Rauxel

, 24.08.2015, 18:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Verzögerungen bei den Arbeiten am Marktplatz werden im EUV-Verwaltungsrat diskutiert.

Die Verzögerungen bei den Arbeiten am Marktplatz werden im EUV-Verwaltungsrat diskutiert.

Diese Arbeiten muss der EUV nun bis ins Jahr 2016 verschoben werden. Glücklich ist die CDU mit der Entwicklung am Altstadtmarkt nicht. Das gab Wolfgang Helsper, stellvertretender Vorsitzender der Ratsfraktion, am Montag zu.

Helsper: „Mit dieser Entwicklung haben wir wirklich nicht gerechnet. Ich hatte im Juni im EUV-Verwaltungsrat gefragt, ob denn die Mittel bewilligt sind und mein Erstaunen zum Ausdruck gebracht, dass man ohne die Bewilligung mit dem Bau beginnt.“

Unzufriedenheit über Entwicklung

Danach aber habe man das Thema von sich aus aber nicht mehr angefasst. „Man kann ja eigentlich auch davon ausgehen, dass der EUV von sich aus rechtzeitig Signal gibt, wenn etwas nicht so läuft, wie wir uns das gedacht haben“, so Helsper.

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Das aber sei nicht passiert. So habe Helsper auch erst am Samstag aus unserer Zeitung erfahren, dass die Markt-Bauarbeiten nicht fortgesetzt werden können. Warum seine CDU-Kollegen das Thema im Betriebsausschuss 3 am Donnerstag nach der entsprechenden Aussage von EUV-Chef Michael Werner ebenso wie die Vertreter der anderen Parteien allerdings nicht aufgegriffen hatten, konnte der Christdemokrat im Gespräch auch nicht erklären.

Am Dienstag tagt der EUV-Verwaltungsrat zum nächsten Mal. „Dann werden wir das Thema natürlich aufgreifen“, betont Helsper. Dann sei generell zu klären, wie es mit der Markt-Baustelle denn weiter gehe, ob auch die restlichen Bäume schon jetzt gefällt würden.

„Und dann müssen wir auch hören, wie teuer das provisorische Herstellen des Marktes denn nun ist, denn das war ja so nicht einkalkuliert“, sagte Helsper gegenüber unserer Zeitung.

Rechtzeitig beantragt

Bürgermeister Johannes Beisenherz kann unterdessen weder ein Versagen der Verwaltung noch eine Kommunikationspanne erkennen. „Wir haben die Fördermittel rechtzeitig beantragt, sie aber nicht bekommen“, sagte er und fügte hinzu: „Wir sind deshalb zu einem Provisorium gezwungen – ob es uns gefällt oder nicht.“ Diese jetzt eingetretene Möglichkeit sei aber von Anfang an auch so kommuniziert worden. Die schlechtere Alternative wäre es gewesen, wegen der fehlenden Mittel gar nicht erst anzufangen.

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