"Ansatz grundsätzlich richtig"

CASTROP-RAUXEL Die Stadt Dortmund hat ein Sozialticket für 10 000 Empfänger staatlicher Transferleistungen eingeführt. Das vergünstigt die Benutzung von Bussen und Bahnen. In unserer Stadt macht sich die Linke für ein solches ÖPNV-Ticket stark. Mit folgendem Vorschlag: Einführung eines "Kultur- und Sozialpasses" und einen "Sozialtarif". RN-Redakteurin Ilse-Marie Schlehenkamp sprach darüber mit Bürgermeister Johannes Beisenherz.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 16.01.2008, 17:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie konkret kann denn der Rat da Einfluss nehmen? Beisenherz: Als Kommune haben wir da kaum direkte Einflussmöglichkeiten, der Rat kann nicht ohne weiteres die Einführung des Sozialtickets beschließen. Allerdings mich beauftragen, Gespräche darüber aufzunehmen.

Wie konkret kann denn der Rat da Einfluss nehmen? Beisenherz: Als Kommune haben wir da kaum direkte Einflussmöglichkeiten, der Rat kann nicht ohne weiteres die Einführung des Sozialtickets beschließen. Allerdings mich beauftragen, Gespräche darüber aufzunehmen.

Mit wem könnten Sie das tun? Beisenherz: Wir haben ja keine eigenen Stadtwerke, bei einem Sozialticket würde ich an das VRR-Gebiet denken. Bei der Herne/Castrop-Rauxeler Straßenbahn sitze ich mit im Aufsichtsrat; aber da gibt es viele Fragen. Die DSW 21 haben das Ticket nur für Dortmund beschlossen, bei Herne wäre die Frage, machen sie das nur für Herne und bei der Vestischen, ob sie nur Recklinghausen bedienen.

Ansprechpartner wäre eigentlich der VRR, hier wäre über das "Modell Dortmund" zu reden. Aber ich glaube nicht, dass dies im Verbund der Städte gelingt, denn das kostet. Bei uns sicherlich einige Hunderttausende, in Dortmund sind es bei 10 000 Menschen an die 2,5 Mio. Euro. Und wir als Stadt alleine könnten das auch nicht, denn das wäre eine freiwillige Leistung, die wir wegen des Nothaushaltsrechts ausschließen müssen.

Was ist mit dem Sozialtarif für Strom und Gas? Beisenherz: Auch das kann ich gerne mit der RWE ansprechen, aber es wird keine Lex Castrop-Rauxel geben.

Und was sagen Sie zum Kultur- und Sozialpass? Beisenherz: Da würde ich dafür plädieren, dass Forum oder WLT bei nicht ausgebuchten Veranstaltungen Karten über die Vestische Arbeit vergeben. Wir sind also bereit, die Anregungen als ernsthaft aufzunehmen, mehr geht nicht, zumal die Stadt ja schon eine Menge Reparaturarbeit leistet, man denke da zum Beispiel an die Eltern, die wegen ihres geringen Einkommens keine Kindergartenbeiträge zahlen müssen. Bei uns gilt eine Grenze von 18 000 Euro.

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