ASG und EBG sind gemeinsam alt geworden

CASTROP-RAUXEL Ihre gemeinsamen Wurzeln liegen an der Leonhardstraße. Und auch, wenn sie seit 1962 örtlich getrennt "marschieren" - ihr 125-jähriges Bestehen feiern das Adalbert-Stifter- und das Ernst-Barlach-Gymnasium in diesem Jahr gemeinsam.

von Von Stefanie Brüning

, 01.01.2009, 13:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

"Wir waren so lange Nachbarn, dann machen wir jetzt auch etwas Gemeinsames zum Jubiläumsjahr", erläutert Wilfried Middeke, Direktor des ASG, die Idee beider Schulleitungen. Denn ursprünglich hatten beide Gymnasien ihren Standort an der Leonhardstraße, bis das EBG dann im Jahr 1962 an die Lunastraße umzog. Damals sei das ASG ein reines Jungengymnasium gewesen, während auf dem EBG die Mädchen unterrichtet wurden. Dieser und weitere Rückblicke auf die Geschichte sowie Fotos und Beiträge zum aktuellen Schulleben werden in den jeweiligen Festschriften von ASG und EBG zu lesen sein.

Kunstausstellung

Das erste gemeinsame Projekt im Jubiläumsjahr ist eine Kunstausstellung: Vom 18. Januar bis 23. März werden Bilder von Schülern beider Gymnasien in der Rochus-Galerie ausgestellt, kündigt Hans-Rudi Tillmann, stellvertretender Schulleiter des EBG, an. Außerdem plane ein Festausschuss mit Schülern, Lehrern und Eltern aus beiden Schulen die gemeinsamen Aktionen in der Festwoche vom 27. September bis 2.Oktober.

Spannende WettkämpfeViele Programmpunkte erwarten die Beteiligten, wie zum Beispiel sportliche Wettkämpfe zwischen Eltern, Lehrern und Schülern. Doch das sind nicht die einzigen Herausforderungen während dieser Woche: Beim Projekt "Lehrer kochen für Lehrerinnen" werden am Dienstag- und Mittwochnachmittag die hauswirtschaftlichen Fähigkeiten der Pädagogen beider Gymnasien auf die Probe gestellt, die ihre Kolleginnen mit einem Menü kulinarisch verwöhnen sollen. Die Schüler werden am Donnerstag eine Menschenkette gegen Rechtsradikalismus zwischen EBG und ASG bilden und anschließend miteinander die Schulbank tauschen. "Klasse 6a des EBG geht dann in die Klasse 6a des ASG", nennt Tillmann ein Beispiel für den eintägigen Schulwechsel. Gemeinnützige Projekte stehen am Freitag auf dem Programm: Dann veranstalten beide Schulen ihre jeweiligen Sponsoren-Läufe. Das ASG wandert für die Anderen mit Spendenerlösen für das Projekt "Ajuda - Hilfe für Kinder in Brasilien", während das EBG für "Menschen helfen Menschen" Kilometergeld erlaufen wird. Am Samstag endet die Festwoche schließlich mit einer großen Feier in Europa- und Stadthalle.

Ehemalige kommen Neben der gemeinsamen Festwoche werden an den jeweiligen Schulen aber auch eigene Projekte zum Jubiläum organisiert. "Ich habe selbst die letzten 50 Jahre an dieser Schule miterlebt", erzählt Middeke. Erst als Schüler, dann als Lehrer und schließlich als Schulleiter sei er "nie weggekommen von dieser Schule". Am 6. Februar kehren dann auch einige andere ehemalige Schüler zurück, die als Künstler "zu Ehre und Würde gekommen seien". Sie stellen ihre Bilder, Fotos und Skulpturen für einige Wochen im Bürgerhaus aus.

Außerdem werde es verschiedene Konzerte geben, unter anderem mit der ASG-Big-Band sowie mit Austauschschülern europäischer Schulen im Zuge des Comenius-Projekts. Am 12. September steht Comedy auf dem Programm, mit einem Auftritt der Lehrer-Kabarettgruppe "Die Daktiker", die Schulbürokratie und Wirklichkeit "wirklich wunderbar aufs Korn nehmen", wie Schulleiter Middeke findet.  

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