Attacken? Eichelhäher "ist zahm und tut nichts"

Anwohnerin kennt den Vogel

Seit Tagen soll ein 30 bis 35 Zentimeter großer Vogel auf dem Waldfriedhof in Bladenhorst in Castrop-Rauxel Ärger machen und Passanten attackieren. Anwohner, die den Eichelhäher kennen und ihm sogar einen Namen gegeben haben, sagen jedoch: Der Vogel ist nicht aggressiv - ganz im Gegenteil.

CASTROP-RAUXEL

, 09.10.2015, 11:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Eichelhäher frisst am 27.12.2014 in einem Garten in Hannover (Niedersachsen) Erdnüsse. Foto: Peter Steffen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Ein Eichelhäher frisst am 27.12.2014 in einem Garten in Hannover (Niedersachsen) Erdnüsse. Foto: Peter Steffen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Er galt als Buhmann, aber jetzt ist sein Gefieder quasi wieder rein gewaschen. Der Eichelhäher, vor dem die Stadt gewarnt hat, sei gar nicht kauziger Geselle oder gar aggressiv, ließen uns gleich mehrere Menschen aus der Nachbarschaft des Waldfriedhofs wissen.

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Der vermeintlich gefährliche Vogel hat jetzt sogar einen Namen: Jacki. So hat ihn die Familie Chudziak genannt, die am Gartenweg zu Hause ist. Sie hat den Vogel schon in paar Mal zu Gast gehabt und auch gefüttert. Jacki hat ihn Annegret Chudziak nach dem Vogel genannt, der Anfang der 1970er-Jahre in ihrer Familie aufgezogen worden ist und eines Tages aus der Vogelvoliere ausgebüxt war. Dass er zurückkam, war dem Umstand zu verdanken, dass der Vogel den Familienpfiff beherrschte und so zugeordnet werden konnte, wie uns Annegret Chudziak geschrieben hat. Aber das nur nebenbei.

Denn eigentlich geht es ja um den aktuellen Jacki, der ein zutraulicher Geselle zu sein scheint. „Der ist nun mal größer als ein Wellensittich“, sagt  Margret Strätker, die dem Vogel auf dem Friedhof ein paar Mal begegnet ist. „Der ist zahm und tut nichts, der will auf die Hand und die Schulter“, beschreibt Margret Strätker.

Seit Tagen keine Spur von Vogel Jacki

Eine mögliche Erklärung dafür, dass der Vogel den Kontakt zu Menschen sucht: Er wurde mit der Hand aufgezogen. „Ich bin mir da ziemlich sicher, weiß aber nicht genau, welche Nachbarn das waren“, erklärte eine Anwohnerin des Eichenwegs, die namentlich nicht genannt werden möchte, im Gespräch mit unserer Redaktion. Dem Vogel geht das Ganze öffentliche Interesse offenbar an die Nieren: Seit drei Tagen soll er nicht mehr gesichtet worden sein. 

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