Das Sportgericht verhandelt jetzt über die Geschehnisse beim Kreisliga-A-Fußballspiel am 18. Oktober in der Kampfbahn Habichthorst in Castrop-Rauxel. © Jens Lukas
Fußball-Kreisliga A

Ausschreitungen und Abbruch: Sportgericht verhandelt den Kopftritt beim VfB Habinghorst

Ein Nachspiel hat jetzt die Kreisliga-Partie des VfB Habinghorst gegen Zonguldakspor Bickern vom siebten Spieltag. Das Sportgericht des Fußballkreises treibt die Verhandlung voran.

Nach den Ausschreitungen und dem Abbruch des Spiels von VfB Habinghorst gegen Zonguldakspor Bickern in der Kreisliga A (18. Oktober) wird es jetzt ein erstes Urteil zu den Geschehnissen geben – bis spätestens Mittwoch, 28. Oktober. Denn das Sportgericht des Fußballkreises Herne hat angekündigt, schnell Licht ins Dunkel zu bringen.

Herner haben noch keine Stellungnahme abgegeben

Heinz Rychlik (Sodingen), der Vorsitzende des Sportgerichts, sagte am Montag: „Wir verhandeln unter anderem, dass einem am Boden liegenden Habinghorster Spieler vor den Kopf getreten worden sein soll.“ Dazu habe er neben dem Sonderbericht zum Spiel des Schiedsrichters auch eine angeforderte Stellungnahme vonseiten des VfB Habinghorst bekommen. Das geforderte Statement von Zonguldakspor lasse derweil noch auf sich warten, so Rychlik. Dieser hatte den Montag, 26. Oktober, als Frist gesetzt gehabt.

Zu einer Verhandlung, wie sie es in der Vor-Corona-Zeit oftmals im Jugendraum des SV Sodingen gab – mit einer Versammlung mit Zeugenaussagen vor Ort – werde es nicht kommen, betonte Heinz Rychlik: „Wir werden uns auf keinen Fall auf engstem Raum mit Vertretern und Spielern von zwei Vereinen treffen. Ich werde mich mit meinen Kollegen beraten – und nach Aktenlage entscheiden.“ Also auch, wenn von Bickerner Seite keine Aussagen kommen, werden Rychlik, Heinz-Dieter Bänsch (Herne) und Jörg Ziegler (SV Wanne 11) ein Urteil fällen.

Ein Video hätte geholfen

Videoaufnahmen gibt es nicht. Heinz Rychlik: „Ich hatte bei Habinghorst angefragt, aber leider hat der VfB, wie auf anderen Sportplätzen bereits üblich, keine Kamera am Spielfeldrand installiert. Uns hätte natürlich ein Video von der Szene mit dem Kopftritt sehr weitergeholfen. Wir wissen, dass der besagte Spieler ins Krankenhaus musste.“

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Lokalsport Castrop-Rauxel
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