Geld reicht nicht: Für das erste Bürgerbudget liegen 21 Anträge vor

hzBürgerbudget

Der Ausschuss für Bürgeranliegen verteilt jetzt 35.000 Euro Fördergeld aus dem Bürgerbudget. 21 Anträge sind förderfähig. Dafür reicht das Geld nicht, daher muss der Ausschuss auswählen.

Castrop-Rauxel

, 08.10.2020, 08:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Rat der Stadt hat im Juni 2020 die Einführung eines Bürgerbudgets der Stadt Castrop-Rauxel beschlossen. Laut Präambel soll das Bürgerbudget allen Castrop-Rauxelern die Möglichkeit bieten, „sich bei der aktiven Gestaltung der Stadt durch konkrete Projekte einzubringen“ und dazu beitragen, das Interesse und das Verständnis der Castrop-Rauxeler „für die Entwicklung der Stadt anzuregen“. Außerdem soll es die Verwendung der Haushaltsmittel transparenter machen.

Ab 2024 gibt es 75.000 Euro Bürgerbudget

Die Stadt will im Bürgerbudget künftig pro Haushaltsjahr eine Summe festlegen, die letztlich im Jahr 2024 bei 1 Euro pro Bürger = 75.000 Euro liegen soll. In diesem Jahr beginnt es mit 35.000 Euro, für das Jahr 2021 sind 37.500 Euro,

für das Jahr 2022 50.000 Euro, für das Jahr 2023 65.000 Euro und ab dem Jahr 2024 jährlich 75.000 Euro festgelegt worden.

Statt einer stadtteilbezogenen und einer stadtweiten Förderphase wurde aus zeitlichen Gründen für das erste Jahr 2020 nur zu einer stadtweiten Förderphase aufgerufen. Vorschläge für Projekte, die aus diesem Budget finanziert werden sollen, konnten bis zum 4. September eingereicht werden. Da das Budget zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht ausgeschöpft war, wurde die Vorschlagsfrist auf den 25. September erweitert.

Insgesamt wurden 21 Anträge gestellt

Insgesamt wurden bis zu diesem Termin nun 21 Anträge gestellt. Zwei Anträge wurden als nicht förderfähig eingestuft, drei weitere Anträge wurden zurückgezogen.

Die 16 verbleibenden Anträge mit einer Gesamtantragssumme von 48.856,86 Euro werden nun dem Ausschuss für Bürgerbeteiligung und Stadtteilentwicklung zur Abstimmung vorgelegt, der am Donnerstag, 15. Oktober, um 17 Uhr im Ratssaal tagen wird.

Während etwa der Antrag des Vereins Rettet die Alte Eiche auf Förderung der angestrebten Übernahme des Eichengrundstückes durch den Verein sowie den Bau eine Einfriedung und Pflege des Grundstückes als nicht förderfähig eingestuft wurde, stehen die folgenden Projekte nun zur Abstimmung an (Antragsteller/Projekt/Fördersumme):

  • KGV Castrop Süd, Sonnensegel auf dem Spielplatz, 1304,25 Euro
  • KGV Pannekampgraben, Erstellung Kinder-/und Seniorengarten, 5000 Euro
  • Martin Kühl-Lukas, Radtouren mit der E-Bike-Rikscha, 5000 Euro
  • Refugium für Tiere, Wildsträucher für heimische Tiere, 1900 Euro
  • Förderverein EBG, Bolzplatz, 5000 Euro
  • Cafe Q, Bürger-Informations-Offensive Quki, 621,61 Euro
  • Center Pöppinghausen, Grafitti-Projekt, 4000 Euro
  • TuS Henrichenburg, Errichtung einer Fahrradabstellanlage, 1903 Euro
  • AWO, Sitzgelegenheiten Henrichenburg, 4008 Euro
  • Griechische Gemeinde, Neugestaltung Spiel- und Bolzplatz, 4500 Euro
  • Mein Ickern, Ickards – ein Kunstprojekt zur Förderung der Stadtteilidentifikation und Nachbarschaft, 3795 Euro
  • Grüne Oase, Errichtung eines Zauns, 2500 Euro
  • Wir sind Merklinde, Kunst und Kultur im Stadtteil, 1912,50 Euro
  • Flüchtlingshilfe, Garten für alle, 1012,50 Euro
  • Wir sind Merklinde, Merklinde nimmt Platz, 2400 Euro
  • Förderverein Spvg. BG Schwerin, Ballfangzaun, 5000 Euro

Diese Voraussetzungen gibt es

Vorschlagsrechtsberechtigt für Gelder aus dem Bürgerbudget sind alle Einwohner, die das 14. Lebensjahr vollendet haben sowie Vereine und Verbände mit Sitz in Castrop-Rauxel. Förderfähig sind Projekte, die im Zuständigkeitsbereich der Stadt Castrop-Rauxel liegen und der Allgemeinheit zugute kommen.

Grundsätzlich sind dabei Feste nicht förderfähig und das Budget darf ausschließlich zur Förderung der bürgerschaftlichen Arbeit sowie des Ehrenamtes eingesetzt werden. Die Projekte sollen in der Regel für in sich abgeschlossene Einzelprojekte oder Anliegen eingesetzt werden. Zudem muss der Antragsteller einen Eigenanteil von mindestens 25 Prozent aufbringen.

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