Baumfällungen: Diese Bäume in Castrop-Rauxel werden in nächster Zeit gefällt

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Kranke, städtische Bäume werden in den kommenden Tagen und Wochen in Castrop-Rauxel gefällt. Wir geben einen Überblick. Allerdings gibt es auch Irritationen.

Castrop-Rauxel

, 23.11.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zeit, um Bäume zu pflanzen, ist in diesen Monaten nicht – höchstens für den Weihnachtsbaum in wenigen Wochen im Ständer daheim. Zeit, um kranke städtische Bäume zu entfernen, ist dagegen angesagt.

Und da gibt es einige, die der städtische Bereich Grün und Friedhofswesen bereits umgehauen hat oder noch fällen wird. In erster Linie, weil die Bäume krank sind oder als nicht mehr entwicklungsfähig gelten.

Hainbuche, Esskastanie und Baumhasel sollen kommen

Die schon vor einiger Zeit gefällten Buchen im Goldschmiedingpark sollen ersetzt werden. Bereichsleiter Klaus Breuer informierte in der Sitzung des Umweltausschusses am Dienstag, 19. November, sich hier eine zweite Meinung eingeholt und mit Förster Dirk Middelmann abgestimmt zu haben.

Zum Zuge kommen sollen Hainbuche, Esskastanie und Baumhasel. „Sie kommen besser mit dem Klimawandel zurecht“, sagte Breuer. Geguckt wird noch, ob ein Förderantrag ein bisschen Geld dafür in die Kasse spülen könnte. Ausschlaggebend, die Bäume zu fällen, war die Buchenkomplexerkrankung.

Der einheimische Wald soll gestärkt werden

An der Stelle hakte Dr. Thomas Krämerkämper (BUND) ein. Er mahnte an, den Wald als Gesamtbiotop zu sehen und sagte: „Im Goldschmiedingpark machen Buchen und Eichen sehr wohl Sinn.“ Man möge doch bitte den Klimawandel nicht vorwegnehmen, sondern eher versuchen, den einheimischen Wald zu stärken und nicht durch Neupflanzungen die Veränderungen zu beschleunigen

„Feuersalamander existieren nur im Buchenwald“, sagte der Henrichenburger. „Wir beschleunigen nicht, wir entnehmen, was abgestorben ist“, entgegnete Breuer.

Ein Überblick über die aktuellen Fällungen:

  • Auf dem Parkplatz bei McDonald’s an der Bahnhofstraße ist eine Kastanie abgängig.
  • Auf dem Friedhof in Henrichenburg erwischt es eine Rotbuche, der Grund fürs Absterben ist nicht klar. Vermutlich eine Kombination aus Spaltpilz und den beiden vergangenen trockenen Sommern.
  • An der Wittener Straße, nahe einer Bushaltestelle, die gerade vom EUV ausgebaut wird, verschwindet eine Robinie. Die sei ohnehin halb morsch gewesen, sagte Breuer. Dort soll es eine neue größere Baumscheibe geben und später Baum-Ersatz.
  • Bei einer Erle an der Langen Straße 98 in Habinghorst stirbt die Krone. Eventuell ist ein Blitzschlag dafür verantwortlich, ein Riss zieht sich jedenfalls bis unten in den Stamm runter. Für alle Bäume, die die Stadt fällt, solle es Ersatz geben, kündigte Breuer an. Wenn die Zeit reif ist.
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