Betreuung der Kleinsten wächst heran

CASTROP-RAUXEL Bezogen auf das Land steht Castrop-Rauxel bei der Versorgung von Kindergartenplätzen für Kinder unter drei Jahren gut da. Gemessen an den eigenen Zielen ist aber noch Luft nach oben.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 10.01.2008, 07:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Betreuung der Kleinsten wächst heran

Sozialdezernentin Petra Glöß.

Unterm Strich steht für das Kindergartenjahr 2008/2009 ab diesem Sommer eine Zahl von 14 Prozent. "Mit Tendenz nach oben", wie Jugendhilfeplanerin Carolin Lork betont. Landesfamilienminister Armin Laschet (CDU) hatte als Ziel vorgegeben, bis 2008 eine siebenprozentige Quote bei dieser Altersgruppe zu erreichen. Und die Stadt die Devise, bis 2010 für 20 Prozent der Knirpse einen Platz anbieten zu wollen. Was übrigens auch so im Tagesbetreuungsausbaugesetz vorgeschrieben ist.

Zu wenig für ganz Kleine

Guckt man auf das Angebot, das die freien Träger und die städtischen Einrichtungen nach dem neuen Kinderbildungsgesetz nach diesen Sommerferien machen können, tun sich allerdings gravierende Unterschiede bei den Altersstufen auf. Bei den ganz Kleinen, also für die Kinder unter zwei, gibt es 45 Plätze, entspricht einer Versorgungsquote von 4,1 Prozent. Für die Zwei- bis knapp Dreijährigen, die sowohl in Gruppen für Kinder unter drei betreut werden als auch in den altersgemischten Gruppen für Kinder zwischen zwei und sechs, stehen künftig 157 Plätze zur Verfügung. "27,4 Prozent", freut sich die Erste Beigeordnete Petra Glöß. "Bei den ganz Kleinen gibt es sicherlich auch noch Bedarf," weiß sie. Aber da hapere es zum Teil an den nicht vorhandenen Räumlichkeiten. Und es bleibe noch abzuwarten, wie die Fördermöglichkeiten aussehen.

Zweijährige gut versorgt

"Sehr wichtig ist uns jedenfalls", so Glöß, "dass wir für die Zweijährigen schon mal ganz ordentlich sorgen können." Bei der Angebots-Palette, die noch vor dem 15. März beim Landesjugendamt gemeldet werden muss, ist laut Petra Glöß mit Mehrkosten von rund zehn Prozent zu rechnen. Glöß: "Dafür bekommen wir eine bessere Qualität." Der Jugendhilfeausschuss muss darüber noch entscheiden.  

Der in 2006 verschickte Familienbogen wird derzeit ausgewertet, im April will die Stadt die Ergebnisse vorstellen.

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