Standortleiter Carsten Grabosch vor dem Wartebereich der Impfaktion. © Nora Varga
Coronavirus

Betriebsimpfungen gestartet: Rain Carbon erhält über 100 Impfdosen

Seit Montag dürfen auch Betriebsärzte gegen Corona impfen. Bei Rain Carbon / Rütgers hat die Impf-Aktion begonnen. Noch gibt es aber nicht ausreichend Impfstoff.

Erst die Impfzentren, dann die Hausärzte und jetzt auch die Betriebsärzte. Immer mehr Stellen werden ins Boot geholt, um die Bevölkerung möglichst schnell zu impfen. Castrop-Rauxels größter Arbeitgeber, die Chemiefirma Rain Carbon (Rütgers), hat am Mittwoch einen ersten Teil der Mitarbeiter impfen lassen.

Standortleiter Carsten Grabosch ist erleichtert: „Wir sind froh, dass es jetzt doch geklappt hat, obwohl wir eigentlich mehr Impfdosen haben wollten.“ Am ersten Tag sind 52 Mitarbeiter geimpft worden und am Donnerstag sollen es noch mal 52 sein. Die Aktion war ein immenser logistischer Aufwand: „Wir haben erst spät darüber Bescheid bekommen, wie viel Impfstoff wir bekommen und mussten dann schnell planen.“

Großer logistischer Aufwand

Man habe sich bemüht, nicht alle Mitarbeiter einer Schicht gleichzeitig zu impfen. „Wenn es dann Nebenwirkungen gibt, legen wir uns die ganze Produktion lahm. So können wir das im Falle des Falles noch auffangen.“

Helga Goldhausen war maßgeblich an der Planung der Betriebsimpfungen beteiligt: „In der kurzen Zeit alles auf die Beine zu stellen war eine Herausforderung. Die Personalabteilung und unsere Azubis haben sich da viel Mühe gegeben.“ Alle Mitarbeiter die einen Termin haben, wurden noch mal angerufen, weil die Einladungen auf dem postalischen Weg zu langsam waren.

Helga Goldhausen hat die Impfaktion mit geplant.
Helga Goldhausen hat die Impfaktion mit geplant. © Nora Varga © Nora Varga

Wer geimpft wird, muss mit dem Auto vorfahren. Helga Goldhausen kontrolliert dann die Papiere und die Impflinge können weiterfahren. An der betriebseigenen Sanitätsstation stellen die Mitarbeiter das Auto dann ab und werden von der Betriebsärztin geimpft. Carsten Grabosch: „Unsere Ärztin hat sich wie wir alle gefreut, dass es endlich mit dem Impfen losgeht.“

Sandra Schönhense gehört zu den Ersten. die an diesem Morgen geimpft wurden.
Sandra Schönhense gehört zu den Ersten. die an diesem Morgen geimpft wurden. © Nora Varga © Nora Varga

Eine der Ersten, die ab diesem Morgen geimpft wird, ist Sandra Schönhense: „Es ist natürlich richtig toll, wenn man sich einfach hier impfen lassen kann. Es hat auch überhaupt nicht geschmerzt.“ Geimpft wird, wer sich freiwillig dafür gemeldet hat. Von den 540 Mitarbeitern sind das in der ersten Aktion als etwas mehr als 100. Darüber, wie viele Mitarbeiter schon vorher geimpft wurden, hat Carsten Grabosch keinen Überblick: „Wenn der digitale Impfausweis kommt, kann man da vielleicht was machen, aber so wissen wir das nicht.“ Sobald mehr Impfstoff zur Verfügung steht, werden auch alle anderen Impfwilligen versorgt.

Die Corona-Pandemie habe auch seiner Belegschaft viel abverlangt: „Die Leute sind angespannt, man merkt es ja auch an sich selbst. Wenn man immer nur über Video spricht und strenge Abstände einhält, dann geht viel verloren.“ Während der gesamten Pandemie habe es kein Infektions-Geschehen im Betrieb gegeben. Die Impfaktion sei ein wichtiger Schritt zurück in die Normalität.

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Jahrgang 2000. Ist in Bergkamen aufgewachsen und nach Dortmund gekommen, um die große, weite Welt zu sehen. Überzeugte Europäerin mit einem Faible für Barockmusik, Politik und spannende Geschichten
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