Bio-Ethanol hätte bei Unfall auf der Autobahn für eine Katastrophe sorgen können

hzFeuerwehr

Ein Unfall auf der Autobahn 2, der am Dienstagabend für lange Staus auf A2 und A45 gesorgt hatte, hielt auch die Feuerwehr aus Castrop-Rauxel in Atem. Die war dort lange im Großeinsatz.

Castrop-Rauxel

, 18.12.2019, 11:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie Feuerwehr-Sprecher Michael Meissner gegenüber unserer Redaktion berichtete, sei die Feuerwehr Castrop-Rauxel schon um 15.40 Uhr durch die Kreisleitstelle Recklinghausen zum Unfallort auf der A2 in Marsch gesetzt worden. In Fahrtrichtung Hannover war es kurz vor dem Autobahnkreuz Dortmund-Nordwest zu einem Unfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen gekommen.

Bei Eintreffen der Castroper Feuerwehr stellte sich heraus, dass neben einem Tanklastzug und einem Kühllastwagen auch ein Auto an dem Unfallgeschehen beteiligt war. Meissner: „Personen waren dabei glücklicherweise nicht in ihren Fahrzeugen eingeklemmt.“

Auch Feuerwehr aus Waltrop vor Ort

Notarzt und Rettungsdienst versorgten vor Ort eine schwerverletzte und eine leichtverletzte Person. Im Anschluss wurden die Unfall-Opfer zur weiteren Behandlung mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Neben der Castrop-Rauxeler Feuerwehr trafen nach und nach auch Kräfte der Berufsfeuerwehr Dortmund sowie ein Großtanklöschfahrzeug der Waltroper Feuerwehr am Unfallort ein.

Denn bei dem in den Unfall verwickelten Tanklastzug handelte es sich um einen Gefahrguttransporter, beladen mit Bioethanol. Bioethanol ist ein hochentzündliches Produkt, das in den vergangenen Jahren mehr und mehr in extra darauf ausgelegten Hauskaminen Verwendung findet. Mischungen aus Benzin und Ethanol werden aber auch als Energieträger in Verbrennungsmotoren von Autos und Brennstoffzellen verwendet.

Bio-Ethanol ist hochentzündliches Produkt

Der Tankauflieger wurde zum Glück beim Unfall nicht beschädigt. So konnte kein Ethanol austreten. Sonst hätte das Unglück auf der Autobahn noch dramatischere Ausmaße annehmen können. „Da hatten alle Beteiligten wirklich Glück“, so Meissner.

Auf der Autobahn wurden die Einsatzkräfte der hauptamtlichen Castrop-Rauxeler Wache durch den Löschzug Henrichenburg unterstützt, der dem Unfallort am nächsten stationiert ist. Der Löschzug Castrop sicherte während des Einsatzes der Hauptamtlichen Wache den Grundschutz für das übrige Stadtgebiet.

Wie Michael Meissner am Mittwochmorgen berichtete, war der Einsatz für die hauptamtlichen Kräfte und für den Henrichenburger Löschzug, insgesamt rund 25 Feuerwehrleute, um 21.36 Uhr beendet, also sechs Stunden nach der Alarmierung.

Die A2 war bis 22 Uhr am Dienstagabend gesperrt. In der Folge bildete sich ein Stau, an dessen Ende ein 29-jährige Dortmunder auffuhr. Der starb bei diesem Unfall noch vor Ort.

Lesen Sie jetzt