Bodycam, Smartphone, Streifenwagen: Die Polizei in Castrop-Rauxel bekommt neue Technik

Polizei

Neue Geräte und neue Fahrzeuge sollen der Polizei in Castrop-Rauxel demnächst die Arbeit erleichtern. Das ist der Sinn der neu angeschafften Technik: Bodycams und Smartphones zum Beispiel.

Castrop-Rauxel

15.11.2019, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bodycam, Smartphone, Streifenwagen: Die Polizei in Castrop-Rauxel bekommt neue Technik

Polizisten im Außeneinsatz haben mit Bodycams künftig die Möglichkeit, in kritischen Situationen die Kamera einzuschalten und den Einsatz auf Video aufzuzeichnen. © Polizei Recklinghausen

Technische Neuerungen halten jetzt auch bei der Polizei Castrop-Rauxel Einzug. Modernes Equipment für mehr Sicherheit und einen schnelleren Informationsaustausch verspricht sich die Polizei von den Geräten und Fahrzeugen.

Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen fasst die Vorteile der Neuerungen so zusammen: „Mit den neuen Technologien können wir Zeit sparen, Risiken minimieren und effektiver arbeiten. Es ist gut, dass sie jetzt in den Polizeialltag integriert werden, um sinnvoll bei immer weiter steigenden Anforderungen an die Polizei technisch Schritt halten zu können.“

Smartphones gehören jetzt zur Ausrüstung

Die Smartphones wurden in einer Pilotphase von einzelnen Dienststellen des Präsidiums genauestens unter die Lupe genommen und im Alltag erprobt. Die Erfahrungen flossen in die landesweite Arbeitsgruppe ein, sodass die Polizei in ganz NRW von den Ergebnissen profitieren kann.

Auf den Smartphones sind speziell für die Polizei entwickelte Apps installiert, mit denen Dokumente gescannt, Daten mit dem polizeilichen Bestand abgeglichen und untereinander mit einem Messenger kommuniziert werden kann.

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Während sonst per Funk Personendaten und Kennzeichen durchgegeben und überprüft wurden, zeigen die Programme jetzt innerhalb von Sekunden an, ob das überprüfte Fahrzeug oder die Person gesucht werden. Das Notizbuch kann in der Tasche bleiben. So ist mehr Zeit für den Einsatz an sicht.

Von den landesweit 20.000 Smartphones wurden über 700 Geräte in die Kreispolizeibehörde Recklinghausen geliefert. Sie werden an operative Kräfte ausgegeben, also an den Streifendienst, die Hundertschaft, Bezirksdienste, Hundeführer, den Verkehrsdienst und die Kriminalpolizei.

Bodycams sollen deeskalierend wirken

Fast 9000 Bodycams landesweit, davon die ersten 200 in der Polizeibehörde Recklinghausen, sollen in Zukunft Übergriffe und Beleidigungen gegen Polizeibeamte verringern, im besten Fall verhindern. Ein wissenschaftlich begleitetes Pilotprojekt in anderen Polizeibehörden hatte die deeskalierende Wirkung der Kameras im Einsatz bestätigt.

Die Kameras werden zunächst an Einsatzwachen und später auch an anderen Dienststellen für die Einsatzkräfte bereit liegen. Zu Schichtbeginn können sie an der Uniform befestigt werden und sind startklar. Polizistinnen und Polizisten im Außeneinsatz haben so zukünftig die Möglichkeit, in kritischen Situationen die Kamera einzuschalten und den Einsatz auf Video aufzuzeichnen.

Die Daten werden an lokale Rechner übertragen und bleiben 14 Tage lang gespeichert. So können sie zur Gefahrenabwehr oder zur Verfolgung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten genutzt werden.

Friederike Zurhausen sagt: „Ich hoffe, dass die Bodycams zukünftig abschreckend auf Angreifer wirken und die Übergriffe deutlich reduzieren, am besten natürlich ganz verhindern.“

Neue Streifenwagen werden in Dienst gestellt

Bei der Erprobung der neuen Modelle als Streifenwagen wirkte die Polizeibehörde Recklinghausen mit. Schon in der Testphase waren die Polizisten beeindruckt vom Raumangebot.

Bodycam, Smartphone, Streifenwagen: Die Polizei in Castrop-Rauxel bekommt neue Technik

Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen und Wachleiter Michael Zachäus bei der Schlüsselübergabe. © Polizei Recklinghausen

Die Vans überzeugten mit großer Ladekapazität, um die Ausrüstungsgegenstände wie Schutzwesten, Helme und Einsatztaschen zu verstauen. Weitere Details sind ein volldigitales Videosicherungssystem mit Kontrolldisplay in der Beifahrersonnenblende und eine Sondersignalanlage mit Arbeitsscheinwerfern nach vorn und zur Seite.

„Das Mitspracherecht bei der Auswahl der neuen Streifenwagen kam gut an. Die Kolleginnen und Kollegen haben unter anderem den Ford S-Max rund um die Uhr in allen Einsatzsituationen getestet und ihn für praktisch und geeignet befunden“, erläutert die Polizeipräsidentin.

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