Boris und Lukas Noruschat verpassen AIDAblu einen Anstrich

Kreuzfahrtschiff angemalt

CASTROP-RAUXEL Wenn die AIDAblu, das siebte Kreuzfahrtschiff der AIDA-Flotte, am 9. Februar 2010 in Hamburg getauft wird, wird Boris Noruschat vor Ort und stolz sein. Der 43-jährige Henrichenburger hat sich gemeinsam mit Sohnemann Lukas (11) auf dem Schiff verewigt - und zwar mit dem Pinsel.

von Von Christoph Witte

, 12.07.2009, 19:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auch Boris Noruschat kommt aus dem Schwärmen nicht heraus: „Einfach nur irre. Wir waren direkt in den heiligen Hallen, haben sogar eine Führung bekommen“ Seit Kindesbeinen ist der gebürtige Berliner vernarrt in Schiffe. „Meine Großeltern wohnten in Schweden, da sind wir mehrmals im Jahr per Fähre rübergefahren“, erzählt das Landei Boris Noruschat von dem Beginn seiner zarten Liebe. Seitdem sammelt er alles über Schiffe und überall im Haus der Familie hängen seine Acryl-Gemälde. Das Gäste-WC gleicht einem kleinen Schifffahrtsmuseum. Dort hat Boris Noruschat auch seinen Original-Pinsel von der AIDAblu aufgehängt. Hätte ihn die Liebe nicht in den Pott verschlagen, „wäre ich schon längst am Meer“, sagt der dreifache Vater.

„Kreuzfahrer habe ich schon immer beneidet.“ So geht es halt zum Urlaub immer wieder an Ost- und Nordsee. „Die Mama mosert schon etwas. Sie will mal wieder in die Berge“, lacht Lukas. Oder aber aufs Kreuzfahrtschiff.Denn trotz aller Leidenschaft sind die Noruschats selber noch nie auf hoher See gewesen. Geld und Zeit waren nicht da. „Irgendwann erfülle ich mir aber diesen Traum“, sagt Boris Noruschat. Bis dahin ist sein Meer der Rhein-Herne-Kanal direkt vor der Haustür. Das Tuckern der Schiffe, das Boris Noruschat abends vor dem Fernseher, wenn im ZDF „Das Traumschiff“ läuft, hört, hält seinen Traum am Leben. Im nächsten Jahr stechen Lukas und sein Vater schon zur Probe in See. Dann wollen sie mit einem motorisierten Schlauchboot den Kanal befahren. Vielleicht bekommt ihr Boot ja auch einen Kussmund.

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