Wie diese Tomate in einem Castrop-Rauxeler Garten, sehen aktuell viele aus. Das hat eien bestimmten Grund. © Jens Lukas
Garten

Braune Tomaten in Castrop-Rauxeler Gärten: Das steckt dahinter

Viele Hobby-Gärtner mussten in diesem Jahr feststellen, dass ihre Tomaten schlecht aussahen. Woran das liegt und wie man vorbeugen kann, erklärt der Vorsitzende des Kleingärtnerverbands.

Tomaten sind beliebt für den Anbau im eigenen Garten. Doch in diesem Jahr wurden viele Castrop-Rauxeler Gartenbesitzer negativ überrascht: Die Tomaten waren ungenießbar und verfault.

Auf der Suche nach Erklärungen für das Phänomen stößt man auf eine weitere Enttäuschung des Sommers 2021: das Wetter. Denn so richtig sommerlich wurde es in diesem Jahr kaum. Heiße Tage waren selten, es gab viel Regen bei Temperaturen um die 20 Grad.

Perfekte Bedingungen für Pilze, erklärt Stephan Bevc, 1. Vorsitzender des Bezirksverbands Castrop-Rauxel/Waltrop der Kleingärtner e.V.: „Bei hoher Luftfeuchtigkeit greift der Bodenpilz auf die Tomate über.“ Der besagte Pilz heißt Phytophthora infestans und löst die sogenannte Braunfäule aus.

Um dem Pilz vorzubeugen, sei es wichtig die Tomate einerseits vor Regen zu schützen, andererseits aber Wind dran kommen zu lassen, erklärt Bevc. „Das ist ein Problem bei Tomatenunterständen mit Seitenwänden“, sagt er. Der Wind sei wichtig, um die nassen Blätter schneller abzutrocknen. Einen weiteren Tipp hat Stephan Bevc auch noch: die Tomaten nicht direkt am Stamm gießen, sondern im Kreis herum. Er erklärt: „Der Pilz kommt wesentlich schneller, wenn das Wasser an den Stängel kommt.“

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