Bürger haben Angst vor hohen Kosten

Dichtheitsprüfung

CASTROP-RAUXEL Die Dichtheitsprüfung treibt manchem Hausbesitzer Sorgenfalten auf die Stirn. Das drohende Szenario vor Augen, möglicherweise wegen des undichten Kanals eine Riesen-Baustelle vor der Tür und eine dicke Rechnung im Briefkasten zu haben. Offene Fragen gibt es nach wie vor viele.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 06.07.2009, 15:32 Uhr / Lesedauer: 1 min

Daran zu rütteln, bedeute einen Paradigmenwechsel. Regelte die Politik die Zuständigkeiten anders, käme auf 270 Kilometer öffentlicher Kanäle noch mal das Doppelte hinzu; in dieser Größenordnung bewegen sich die Haus- und Grundleitungen der „Privaten“.  „Die Regelung, die wir haben, ist vernünftig“, sagt auch FWI-Fraktionschef Manfred Postel.

 Der Betriebsleiter der Stadtentwässerung in Düsseldorf, Dr. Rolfs, winkt ebenfalls ab. „Auch bei uns sind die Eigentümer bis zum Anschluss an den Hauptkanal für ihre Leitungen verantwortlich.“ Die Besonderheit in Düsseldorf liege vielmehr daran, dass seit über zehn Jahren die Kanäle von der ersten Revisionsöffnung bis hin zum Hauptkanal kontrolliert und durchspült würden. Auf Kosten der Stadt. Für die Sanierung indes zahlen auch die Düsseldorfer Hauseigentümer selbst. „Im Rahmen von Kanalbaumaßnahmen machen wir das, so weit es geht, seit den 90er-Jahren auch“, sagt Michael Werner. 

Zu den Kosten, die die Bürger umtreiben: Eine Kanalsanierung ist häufig über Inliner-Verfahren möglich. In den alten Kanal wird ein neuer eingeblasen.

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