Situation im Bürgerbüro soll sich durch Kooperation mit Bochum weiter entspannen

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Ein Dienstleistungsabend, Online-Anträge und eine Kooperation mit dem Callcenter der Stadt Bochum sollen die Situation im Bürgerbüro Castrop-Rauxel 2020 weiter entzerren. Die Ideen dahinter.

Castrop-Rauxel

, 25.11.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Bürgerbüro der Stadt Castrop-Rauxel hat sich die Wartesituation in diesem Jahr deutlich entspannt. Das kann die Stadt mit Zahlen belegen. Um die Situation im Bürgerbüro aber auch auf Dauer zuverlässig zu verstetigen, plant die Stadt weitere Maßnahmen.

Wie Bereichsleiter Thomas Roehl am Mittwoch im Betriebsausschuss 1 darlegte, will man zu Beginn des kommenden Jahres der Politik dazu unter anderem die Möglichkeiten vorstellen, wenigstens an einem Abend in der Woche das Bürgerbüro bis 19.30 oder 20 Uhr zu besetzen. Damit will man Berufstätigen entgegen kommen, die die bisherigen Öffnungszeiten nur schwer wahrnehmen können.

Online-Angebote könnten kommen

Außerdem soll intensiv darüber nachgedacht werden, welche Leistungen man künftig auch online anbieten könne. Roehl nannte als Beispiel die Beantragung eines Personalausweises. „Fotos liegen digital vor, man kann mit technischen Hilfsmitteln seine Unterschrift digital übermitteln. Offen ist hier also vor allen Dingen die Frage, wie man sich legitimieren kann“, so Roehl.

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Zudem steht jetzt einer Kooperation mit der Stadt Bochum wohl nicht mehr viel im Weg. Beigeordneter Michael Eckhardt erklärte dem Ausschuss, dass die Stadt Bochum der Kooperation schon zugestimmt habe und die in Castrop-Rauxel nötigen Finanzmittel nach Absprache mit der Kommunalaufsicht im Haushalt für 2020 eingestellt wären.

Eckhardt: „In der ersten Sitzung nach der Winterpause werden wir Ihnen die Kooperation dann hier wohl zum Beschluss vorlegen.“

Geplant ist, so hatte es die Stadtverwaltung bereits vor einem Jahr erläutert, alle Anrufe für den Bereich Ordnungswesen über das Callcenter der Stadtverwaltung Bochum abwickeln zu lassen.

Kooperation mit Bochum ist spruchreif

Bürgermeister Rajko Kravanja hatte dazu im November 2018 erklärt: „80 bis 90 Prozent der Anrufe können dann von Bochum aus erledigt werden.“ Das würde Kapazitäten vor Ort schaffen. Das System müsse jedoch erst eingerichtet und getestet werden. Letztlich müsse man sich über einen Preis einigen und der Rat muss zustimmen.

All das scheint jetzt also geklärt und könnte im kommenden Jahr an den Start gehen. Auch das lange Warten auf einen Termin im Bürgerbüro soll dann endgültig Vergangenheit sein. Thomas Roehl: „Durch die anstehende Rathausschließung zwischen den Jahren sind die Wartezeiten für einen Termin gerade wieder auf sechseinhalb bis sieben Wochen angestiegen.“

Zu Beginn des Jahres aber, da zeigte er sich zuversichtlich, werde man dann endgültig das Ziel erreichen können, das Wartezeiten von zwei bis maximal vier Wochen vorsieht.

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