Warnstufe Rot naht: Bürgermeister beschließen neue Corona-Maßnahmen

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Die Entwicklung der vergangenen Tage hält an: Immer mehr Menschen im Kreis Recklinghausen werden positiv auf das Coronavirus getestet. In Castrop-Rauxel steigen die Zahlen.

Castrop-Rauxel

, 09.10.2020, 15:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Corona-Fallzahlen steigen weiter. Am Freitag (9. Oktober) hat der Kreis Recklinghausen insgesamt 72 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt 2591 Menschen haben sich seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus angesteckt. 2145 Patienten gelten bereits wieder als genesen.

Kreis hat Wert überschritten

Im Vergleich zum Donnerstag haben somit offiziell 28 weitere Menschen die Krankheit überstanden. Nach wie vor verzeichnet der Kreis 47 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. In Castrop-Rauxel ist die Zahl der Infizierten im Vergleich zum Vortag um acht Personen gestiegen. Hier beläuft sich die Gesamtzahl der Erkrankten mittlerweile auf 273. Demgegenüber stehen 230 Patienten, die als genesen angesehen werden.

Unterdessen hat der Kreis Recklinghausen eigenen Berechnungen zufolge bereits am Donnerstag den kritischen Grenzwert von 35 überschritten. Am Freitag meldete der Kreis eine Inzidenz von 44,1 Neu-Infektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Aufgrund dieser Entwicklung hat der Kreis neue Maßnahmen auf den Weg gebracht.

Da allerdings offiziell andere Zahlen als Richtlinie gelten, treten diese noch nicht umgehend in Kraft. Rechtliche Grundlage zur Ergreifung von Maßnahmen sind die gemeldeten Zahlen des Landeszentrums für Gesundheit (LZG). Während der Kreis Recklinghausen seine Statistik im Laufe des Tages aktualisiert, werden die Zahlen des LZG um Mitternacht aktualisiert.

Neue Maßnahmen vereinbart

Allerdings gibt es mehr als nur zeitliche Verzögerungen. Während das Landeszentrum für Gesundheit für den Kreis einen Inzidenzwert von „nur“ 30,6 angibt, hatte der Kreis selbst schon für Donnerstag einen Wert von mehr als 39 gemeldet. Grund für die Differenz ist eine technische Panne bei der Übertragung der Daten vom Kreishaus zum LZG.

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Beim Kreis rechne man laut einer Pressemitteilung allerdings damit, dass der zulässige Wochenwert mit hoher Wahrscheinlichkeit am Wochenende überschritten wird.

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Zur Vorbereitung auf diesen möglichen Fall haben die Bürgermeister des Kreises am Vormittag folgende Maßnahmen vereinbart, die beim Überschreiten des Grenzwertes in Kraft treten sollen:

  • Mund-Nasenschutz-Pflicht an weiterführenden Schulen für Lehrer und Schüler
  • Mund-Nasenschutz-Pflicht für Zuschauer bei sämtlichen Sportveranstaltungen
  • Mund-Nasenschutz-Pflicht für Erzieher in Kitas und OGS
  • Kreisweite einheitliche Besucherregelungen in Kliniken, Pflege- und Altenheimen
  • Feste in öffentlichen Räumen werden auf max. 50 Personen (gemäß CoronaSchVO) beschränkt. Nur Privatwohnungen sind ausgenommen.
  • Verbot von Shisha-Rauchen im öffentlichen Raum.

Der dazugehörigen Pressemitteilung zufolge werde man diese Maßnahmen, insofern sie von den Landesbehörden genehmigt werden, per Allgemeinverfügung umsetzen.

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