Warum das Gewitter am Montag die Nutzer der CAS-App in Dauer-Alarm versetzte

Wetter

Nutzer der CAS-App bekamen am Montag innerhalb kürzester Zeit mehr als zehn Meldungen auf ihr Smartphone. Grund war das Gewitter. Wetterdienst und Stadt erklären, wie es dazu kam.

Castrop-Rauxel

, 04.06.2019, 12:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
Warum das Gewitter am Montag die Nutzer der CAS-App in Dauer-Alarm versetzte

Der Deutsche Wetterdienst gibt bei Unwetter Warnmeldungen heraus, die bekommen auch die CAS-App-Nutzer. © dpa

In den frühen Morgenstunden ging es los: Ein Gewitter entlud sich über der Stadt, inklusive Donner, Blitz und Starkregen. Das Unwetter blieb zunächst folgenlos, die Feuerwehr meldete keine Einsätze und auch Busse und Bahnen fuhren weiter - anders als in Bochum und Dortmund.

Eine Folge war aber, dass die Nutzer der CAS-App alle paar Minuten eine neue Meldung bekamen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) aktualisiert regelmäßig seine Warnhinweise. Speziell Gewitter seien schwierig vorherzusagen. DWD-Meteorologin Magdalena Bertemann erklärt: „Das ist wie bei einem Kochtopf, der auf der Herdplatte steht. Man weiß, dass Blasen aufsteigen werden, man weiß aber nicht, wo die erste Blase hochkommt.“

Sobald sich der Warnhinweis ändert, brummt das Smartphone der CAS-App-Nutzer. Die App ist über das modulare Warnsystem des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mit dem Deutschen Wetterdienst verbunden.

Warnmeldungen haben Kurzform und erklärende Sätze

Jede Warnmeldung hat eine Kurzform - die wird den Nutzern angezeigt und die ändert sich nicht unbedingt. Und jede Warnmeldung hat ein paar erklärende Sätze. Wenn sich an irgendeiner Stelle etwas ändert, bekommt der CAS-App-Nutzer eine neue Nachricht. Für ihn sind die Änderungen nicht immer ersichtlich - wenn die Kurzform gleich bleibt. Das führt zu Frustration.

Für Dienstag meldet der Deutsche Wetterdienst

„VORABINFORMATION UNWETTER vor SCHWEREM GEWITTER

Di, 4. Jun, 18:00 – Mi, 5. Jun 02:00 Uhr

In den Abendstunden und vor allem in der ersten Nachthälfte können von Benelux her kräftige Gewitter mit hohem Unwetterpotenzial aufziehen. Dabei sind orkanartige Böen um 115 km/h, Starkregen und lokal großer Hagel möglich. Auch das Auftreten einzelner Tornados ist nicht ganz ausgeschlossen. Die Entwicklung ist allerdings noch mit großen Unsicherheiten behaftet.“

Suche nach einer Lösung für die CAS-App

Stadtsprecherin Nicole Fulgenzi erklärt, dass die Stadt mit den Entwicklern der App nach einer Lösung sucht. Favorisiert sei, dass man die App so programmiert, dass man die Warnungen auf eine pro Stunde oder weniger reduziert. Würde es jedoch zu einer ernsten Wetterlage kommen, könnten 30 Minuten wertvolle Zeit sein, die so unter Umständen verloren geht. Man könne auch die Gesamtzahl beschränken.

Man könne auch prüfen, welche Gefahrenstufen weitergeleitet werden. Stufe eins und zwei (gelb und orange) sind zunächst Wetterwarnungen, während es bei rot und lila um Unwetter geht.

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