Casterix-Ferienprogramm während Corona: Ein Großprojekt in Kleingruppen

Schulferien

Das Castrop-Rauxeler Ferienprogramm stand wegen des Coronavirus lange auf der Kippe. Es kann nun doch stattfinden und hat bunt begonnen - allerdings mit Veränderungen und Bedenken der Eltern.

Castrop-Rauxel

, 08.07.2020, 11:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bei einer Schatzsuche des Casterix-Ferienprogramms im Langeloh müssen Kinder ein Bilderrätsel lösen.

Bei einer Schatzsuche des Casterix-Ferienprogramms im Langeloh müssen Kinder ein Bilderrätsel lösen. © Ulrich Müller

Das Casterix-Ferienprogramm gehört in Castrop-Rauxel zu den Sommerferien wie der Erin-Turm zur Stadt dazu. Daran kann auch das Coronavirus nicht rütteln. Das Ferienprogramm trotzt den schwierigen Umständen und läuft aktuell wieder. Das traditionelle Großprojekt startete in der vergangenen Woche. Es fällt in diesem Jahr aber anders aus als sonst.

Das zeigt auch schon der Name, unter dem es stattfindet: In diesem Jahr ist es das „Großprojekt im Kleinen“. Anders als im Vorjahr, als 200 Kinder gleichzeitig im Parkbad Süd am Ferienprogramm teilnahmen, verteilt sich das Großprojekt in diesem Jahr auf die freien und städtischen Freizeitzentren. Maximal zehn Kinder oder Jugendliche sind in einer Gruppe zusammen.

Angebote sind gut ausgelastet

„Uns blieb in diesem Jahr nichts anderes übrig, als das dezentral zu organisieren“, sagt Frank Ronge vom Café Q. Etwa 100 Kinder nehmen aber auch in diesem Jahr wieder an dem Ferienprogramm teil. Das sind etwas weniger als im Vorjahr, ist aber ungefähr vergleichbar mit anderen Casterix-Projekten der vergangenen Jahre.

Bei der Zitronen-Challenge im BoGi´s Café müssen die Kinder die sauren Citrusfrüchte essen.

Bei der Zitronen-Challenge im BoGi´s Café müssen die Kinder die sauren Citrusfrüchte essen. © Ulrich Müller

Die Angebote seien gut ausgelastet, aber nicht überrannt worden, heißt es von Seiten der Stadt. „Nach den Verdachtsfällen an den Schulen kamen einige Nachfragen, ob man seine Kinder schicken könne und wie die Hygiene eingehalten werde“, sagt Stadtsprecherin Julia Schulze auf Anfrage. Das Team Jugendarbeit habe in Kooperation mit Ordnungsamt und Feuerwehr ein Rahmenkonzept erstellt. Dazu gehören die verschiedenen Standorte.

Kostenloses Angebot

„Wir im Café Q haben uns gefragt, wie wir das Großprojekt trotzdem verbinden können, und haben ein Video-Projekt ins Leben gerufen, in dem wir die Ereignisse dokumentieren“, sagt Frank Ronge. Jeden Morgen wird der Film dann auf einer Leinwand in den verschiedenen Freizeitzentren vorgeführt. Im Video besuchen die Kinder immer einen der anderen Casterix-Standorte.

Die Sechs- bis Zwölfjährigen werden dort mit Sport-, Spiel- und Bastelangeboten noch bis zum 10. Juli auf Trab gehalten. Das Angebot ist beim Großprojekt in diesem Jahr aufgrund der Umstände kostenlos. Das gesamte Programm auch für die darauffolgenden Ferienwochen ist auf der Internetseite der Stadt unter castrop-rauxel.de/casterix zu finden.

Man habe eigentlich erst vor einem Monat mit den Planungen anfangen können, da man vorher nicht gewusst habe, ob Casterix überhaupt stattfinden könne, sagt Ronge. Die Corona-Maßnahmen würden die Arbeit in Jugendzentren schwieriger machen. „Wir machen Beziehungsarbeit. Abstand ist eigentlich das Gegenteil davon. Die Kinder sind die Leidtragenden der Maßnahmen“, sagt Ronge. In den kleinen Bezugsgruppen bei Casterix würde es aber gut funktionieren.

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