Der Reiterbrunnen auf dem Marktplatz in Castrop-Rauxel. © Nora Varga
Meinung

Castrop-Rauxel ist wunderschön, aber Stadt und EUV müssen sich mehr kümmern

Dreckige Brunnen und überwucherte Straßen: Castrop-Rauxel verkommt. Stadtverwaltung und EUV müssen schneller und energischer handeln, findet unsere Autorin.

Die Altstadt in Castrop-Rauxel befindet sich in einem miserablen Zustand. Und es wird seit Monaten nicht besser. Auch die Versprechungen der Stadt ändern daran wenig. Wer mit dem Auto auf dem Marktplatz parken möchte, muss vorher über lockere Steine tuckern.

Nach dem Aussteigen geht es vorbei am Reiterbrunnen, der sich eigentlich majestätisch über den Marktplatz erhebt, wenn er gerade nicht so verdammt dreckig wäre. Das Wasser ist grün, im unteren Becken liegt jede Menge Müll und ekeliger, nicht näher zu definierender Schleim.

Dann geht es so richtig rein in die Altstadt. Das Kopfsteinpflaster wellt sich über die Straße. Aus dem Bormann-Brunnen schießt das Unkraut, überhaupt erinnert der Lambertusplatz in seinem ungepflegten Dahinsiechen an den Schauplatz von Apokalypse-Filmen. Ap­ro­pos Apokalypse. Auch der riesige ungepflegte Bunker an der Lönsstraße ist kolossal unattraktiv für die Stadt.

Aber nicht nur die Altstadt verkommt. In der Stadt sprießt es auf den Verkehrsinseln so lange, bis die Autofahrer nichts mehr sehen und es Beschwerden hagelt. Pflanzen wuchern auch über die Gehwege. Hier reiht sich das Gänse-Drama um den ewig verdreckten Stadtgarten hübsch in die Aufzählung. Es gibt noch etliche Stellen in der Stadt, denen es so geht. Es passiert einfach zu wenig oder zu spät – und alles verkommt weiter.

Wenn man nachfragt, lautet die regelmäßige Antwort, man kümmere sich bereits und es sei eben alles nicht so einfach mit Zuständigkeiten und Personal. Aber am Ende stehen die Castrop-Rauxelerinnen und Castrop-Rauxeler in einer Stadt, die verfällt.

Castrop-Rauxel ist eine wunderschöne Kleinstadt, wenn man sie denn sauber und gepflegt hielte. Doch aktuell wird die Europastadt im Grünen mehr und mehr zu einem hässlichen Kaff von vielen. Schade.

Über die Autorin
Volontärin
Jahrgang 2000. Ist in Bergkamen aufgewachsen und nach Dortmund gekommen, um die große, weite Welt zu sehen. Überzeugte Europäerin mit einem Faible für Barockmusik, Politik und spannende Geschichten
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