Wir helfen in Castrop-Rauxel: So verteilt das Lensing Hilfswerk diesmal die Prämien

Bildungspreis

Das Hilfsprojekt des Lensing Hilfswerks geht in die nächste Runde: „Wir helfen in Castrop-Rauxel“ verteilte jetzt wieder 5000 Euro an drei Bildungsprojekte. Das sind die Gewinner 2019.

Castrop-Rauxel

, 10.07.2019, 15:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wir helfen in Castrop-Rauxel: So verteilt das Lensing Hilfswerk diesmal die Prämien

Über die Schecks des Lensing Hilfswerks freuen sich Ina Lieckfeldt (v.l.) und Denis Kleinhaus von der Villa Kunterbunt, Sandra Hoffmannn, Jennifer Rochow, Ivonne Bender und Ina Hannemann von der Cottenburgschule sowie Katrin Wöhrmann von der Kita Lummerland. © Iris Müller

Die Villa Kunterbunt in Ickern, die Cottenburgschule und die Kita Lummerland dürfen sich in diesem Jahr freuen: Sie haben den Förderpreis „Wir helfen in Castrop-Rauxel“ gewonnen und können nun Projekte umsetzen, für die sonst das Geld gefehlt hätte. Das Lensing Hilfswerk hatte zum dritten Mal 5000 Euro für Bildungsprojekte in Castrop-Rauxel ausgelobt. 3000 Euro gehen an die Villa Kunterbunt, 1000 Euro an die beiden anderen Einrichtungen.

Die ausgewählten Projekte in der Übersicht

Villa Kunterbunt

Der städtische Kindergarten in Ickern hatte vor einiger Zeit einen Wasserschaden erlitten. Jetzt muss die gesamte Einrichtung übergangsweise umziehen. Das Projekt heißt „Hier ist auch schön“. Der Pavillon an der alten Janusz-Korczak-Gesamtschule soll für den Betrieb umgebaut und eingerichtet werden.

„Es wird aber an entsprechenden Materialien und Spielzeugen fehlen“, erklärt Denis Kleinhaus vom Förderverein. Insbesondere im Außenbereich erwarte sie massive Einschränkungen. Es werde an Sandkästen, Kletter- und Spielgeräten fehlen und auch Sitzgelegenheiten oder kleinere Dinge zum spielerischen Lernen fehlen. Der Förderverein der Villa Kunterbunt möchte daher versuchen mit der Förderung die Übergangszeit bestmöglich gestalten zu können. In der Einrichtung werden 78 Kinder im Alter von ein bis vier Jahren in vier Gruppen betreut.

Cottenburgschule

Damit die Lesefreude und der Spaß im Umgang mit Büchern und digitalen Lesemedien gefördert werden kann, hat die Cottenburgschule ein Lesekonzept entwickelt und im Schulprogramm verankert. Eine im Stundenplan integrierte Lesestunde wöchentlich trägt zur Lesezeit bei. Darüber hinaus sind regelmäßig Ehrenamtliche und Mütter als Lesepaten im Einsatz. Weitere Leseangebote bieten die Lesenächte, bei denen die Kinder in der Schule übernachten, in einer gemütlichen Atmosphäre lesen und sich austauschen, Teilnahme an Vorlesewettbewerben und die Leselernsoftware Antolin und letztlich die Schulbücherei.

Mit dem Fördergeld will die Schule differenziertes Lesematerial anschaffen, darunter auch Material, das in verschiedenen Landessprachen angeboten wird. Sarah Knoblauch vom Förderverein: „Für unsere Schülerinnen und Schüler, die Deutsch als Zweitsprachen sprechen, wünschen wir uns Leseangebote, die deren Wortschatz und Leseansprüche entsprechen.“ Ein weiteres Vorhaben ist eine Projektwoche zum Thema Lesen und die Lehrer und Lehrerinnen wünschen sich Fortbildungen zu Themen wie Umgang mit Leserechtschreibschwäche, Ausbildung und adäquate Förderung der Lesekompetenz und die Auswahl von Leseangeboten. Knoblauch: „Mithilfe der Förderung können wir die Lesefreude unserer Schülerschaft stärken und das Lesen als Schlüsselkompetenz auf vielfältige Weise anregen und unterstützen.“

Kita Lummerland

Das Team des Kindergartens möchte im Außengelände Rückzugsorte durch Weidentipis und Weidentunnel anlegen. Der Bau soll mit den Vätern und Kindern der Einrichtung realisiert werden. Melanie Strümpel vom Förderverein: „Um unsere Vorstellungen und Ideen, den Bau der Rückzugsmöglichkeit, um den Kindern den Umgang mit Werkzeug näher zu bringen, Vater-Kind-Aktionen und das Werken in der Natur zu realisieren, benötigen wir Unterstützung.“ Von dem Geld sollen Werkzeug (Spaten für Erwachsene und Kinder, Sägen, Handschuhe, Hanfseile, Erdlochborer) und Weidenbausätze (Tipi und Tunnel) angeschafft werden. Die Kinder könnten so für den Wert natürlicher Baustoffe sensibilisiert werden und das Gefühl bekommen gemeinsam etwas kreiert zu haben.

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