Castrop-Rauxel soll zur Insel der Poesie werden

Ruhr.2010

CASTROP-RAUXEL Der Literat Roy Kift hat eine Vision: Castrop-Rauxel im Jahr von Ruhr.2010 in eine Insel der Poesie zu verwandeln. Seit dem 2. Juli sammelt er auf der Online-Seite für „Castrop-Rauxel... ein Gedicht“ lyrische Beiträge - rund 60 sind es bisher, 2010 sollen es werden. Sie sollen an Bäumen, Schildern und Gebäuden von Liebe, Leid und Landschaft erzählen.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 15.07.2009, 12:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Themenpfade, mit denen der Obercastroper Literat im Sommer des nächsten Jahres die Altstadt und andere markante Orte in Castrop-Rauxel bepflastern möchte, stoßen offenbar auf viel Gegenliebe und lassen die Bürger auch selber zur Feder greifen. Roy Kift: „Das ist richtig spannend und bewegt mich.“ Auch eine 94-Jährige hat den Kontakt zu dem Literaten gesucht, damit ihr selbstverfasstes Gedicht größere Kreise zieht.

2010 Gedichte sollen auf der Website gesammelt werden, um von Liebe, Leid, Landschaft und Co. an Bäumen, Schildern, Architektur und in Schulen zu erzählen - bislang stehen rund 60 lyrische Beiträge online. Die „größte Lyrikausstellung aller Zeiten“ soll möglichst zur Nacht der Industriekultur um den 20. Juni 2010 eröffnet werden und bis Ende August Bestand haben. „Europe... a poem“ heißt die zweite Geschichte, die Roy Kift im Rahmen von Ruhr.2010 realisieren wird. Dabei geht es um die Sammlung von 27 Gedichten von Nobelpreisträgern und anderen hochkarätigen Poeten aus allen 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.

Diese Ausstellung wird am 2. Juli 2010 im Bürgerhaus an der Leonhardstraße eröffnet. Und da ist Roy Kift schon auf die Zielgerade eingebogen. Bislang haben 23 international renommierte Dichter auf seine Kontaktsuche reagiert und stellen handsignierte Gedichte zur Verfügung. „Castrop-Rauxel wird im nächsten Sommer eine große Insel der Poesie“, schwärmt Kift. Mit vielen kleinen Spielorten.

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