Castrop-Rauxeler warten bei Bauantrag über ein halbes Jahr: Das ist der Grund

Rathaus

Wer einen Bauantrag stellt, muss in Castrop-Rauxel mitunter ein halbes Jahr oder länger auf den Abschluss der Bearbeitung warten. Nun hat der Bürgermeister das Problem bestätigt und erklärt.

Castrop-Rauxel

, 25.07.2019, 15:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Castrop-Rauxeler warten bei Bauantrag über ein halbes Jahr: Das ist der Grund

Wer einen Bauantrag stellt, der muss in Castrop-Rauxel zum Teil acht Monate warten. © dpa

Acht Monate warten auf die Bearbeitung eines Bauantrages: Wie kann das sein? Diese Frage stellte ein Bürger von der Franzsstraße während einer öffentlichen Sprechstunde des Bürgermeisters Rajko Kravanja.

Kravanja bestätigte den Sachverhalt: „Ja, wir haben eine Verzögerung bei einigen Bauanträgen“, gab er zu. „Die beiden Kollegen, die im Rathaus dafür zuständig sind, können auch ein Lied davon singen.“

„Wir finden kein Personal für freie Stellen“

Castrop-Rauxel gehe es wie vielen Kommunen: „Wir finden kein Personal, um unsere freien Stellen zu besetzen“, so Kravanja. Es liege nicht daran, dass zu wenig Stellen da wären - im Moment sei die Bewerberlage einfach schlecht.

Immerhin: Ein Castrop-Rauxeler habe sich gerade bei der Stadt auf eine der beiden freien Stellen beworben. Am 1. Oktober fängt er an, muss aber erst eingearbeitet werden. Die zweite freie Stelle bleibt weiter unbesetzt.

Grundsätzlich zahle die Wirtschaft mehr als Kommunen. Städte im Speckgürtel von Großstädten hätten es besonders schwer. „In Düsseldorf verdient man mehr als in den umliegenden Kommunen“, so Kravanja - „und bei uns ist es ein stückweit ähnlich mit Dortmund, Bochum und Essen.“ Man bringe andere Qualitäten ein, sagte der Bürgermeister: „Wir zahlen nicht das meiste, aber machen das mit Herzblut als Arbeitgeber wett.“

Tipp für die, die auf Bearbeitung warten

Für die, die schon lange auf Bearbeitung warten, hat Kravanja noch einen Tipp: „Melden Sie sich! Manchmal fehlt nur ein Stempel. Wir gucken drauf und geben Rückmeldung.“

Die Sprechstunde

Guido Baumann von der Facebook-Gruppe „Du bist Castroper, wenn...“ moderierte am Montagabend eine rund 90-minütige Sprechstunde des Bürgermeisters. CAS-TV übertrug sie als Livestream im Internet.
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